Boostedt : Seniorenwohnanlage kommt doch

Auf dem Eckgrundstück  Bahnhofstraße / Von-dem-Borne-Straße (rechts) will die Baugenossenschaft Holstein 30 seniorengerechte Wohnungen errichten. Die Vorbehalte und Probleme, die dem Bau zunächst entgegen standen, sind inzwischen ausgeräumt.
Auf dem Eckgrundstück Bahnhofstraße / Von-dem-Borne-Straße (rechts) will die Baugenossenschaft Holstein 30 seniorengerechte Wohnungen errichten. Die Vorbehalte und Probleme, die dem Bau zunächst entgegen standen, sind inzwischen ausgeräumt.

Die Baugenossenschaft Holstein will in Boostedt zunächst 30 neue Seniorenwohnungen an der Bahnhofstraße errichten. Baustart soll im Frühjahr 2016 sein

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02. Juni 2015, 06:30 Uhr

Boostedt | Nun also doch: An der Bahnhofstraße / Ecke Von-dem-Borne- Straße soll eine Seniorenwohnanlage mit zunächst 30 Wohneinheiten entstehen. Das kündigte die Baugenossenschaft Holstein (BGH) gestern in Neumünster an.

Die BGH hatte das Eckgrundstück an der Zufahrt zur Rantzau-Kaserne im vergangenen Jahr von der Gemeinde Boostedt erworben, das Bauprojekt aber nach den ersten Ankündigungen, in der Rantzau-Kaserne eine zentrale Flüchtlingsunterkunft einzurichten, zunächst auf Eis gelegt. In der Gemeinde hatte das für heftige Kritik gesorgt, die BGH schüre durch ihr Verhalten die diffusen Vorbehalte gegen die Flüchtlinge, so der Vorwurf (der Courier berichtete).

BGH-Prokurist Carsten Henning verteidigte dagegen auch gestern die Auszeit. Man habe zunächst abwarten wollen, wie sich die Pläne für die Flüchtlingsunterkunft konkret entwickeln, um dann zu entscheiden, ob sich die Investitionen wirklich rentieren, so Henning.

Die Bedenken – etwa zu einer vermehrten Verkehrs- oder Lärmbelastung – hätten sich aber inzwischen zerschlagen. Ohnehin habe das Thema Flüchtlingsunterkunft bei den Verzögerungen nur eine Nebenrolle gespielt, versichert Henning. Vielmehr Sorgen hätten den Planern die Auflagen zum Lärmschutz vor der benachbarten Shell-Tankstelle bereitet. Um die künftigen Bewohner der dreigeschossigen Wohnanlage von der Tankstelle abzuschirmen, hätte die BGH eine über vier Meter hohe Lärmschutzwand errichten – oder alternativ weniger Geschosse bauen – sollen.

Der Kompromiss: Die Baugenossenschaft erwarb einen weiteren 20 Meter breiten Geländestreifen zur Tankstelle, die Lärmschutzwand rückt damit wesentlich dichter an die Tankstelle heran und fällt jetzt nur noch 2,50 Meter hoch aus. „Damit können wir leben“, so Henning.

Derzeit wird das Projekt überplant. Im ersten Bauabschnitt, der zur Von-dem-Borne-Straße hin entstehen soll, sind 30 Wohnungen vorgesehen.

Die Zwei- oder Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen sollen zwischen 50 und 75 Quadratmeter Wohnfläche haben
und durchgehend seniorengerecht eingerichtet werden. Baustart soll im kommenden Frühjahr sein.

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