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Festprogramm : Seniorenbüro feiert 20 Jahre: Aktiv-Angebote für „junge Alte“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Anfang stand ein innovatives Konzept, gefördert im Rahmen eines Bundesmodellprogramms

Ein innovatives Bild von älteren Menschen sorgte 1993 für ein Umdenken: Es ging nicht länger um die „Betreuung“ von kranken oder gebrechlichen Senioren in Altencafés, sondern um Freizeitangebote, Ehrenamt und Selbsthilfe für junggebliebene, aktive, anspruchsvolle Senioren. Durch die Teilnahme an einem Bundesmodellprogramm entstand 1994 das neue Seniorenbüro, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert und eine Menge interessanter Projekte unter seiner Federführung realisiert hat.

„Wir erreichen im Jahr rund 4500 Senioren und Angehörige, das ist eine stolze Zahl“, sagte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth gestern beim Vorstellen des Programms zum 20-Jährigen. Die Stadt übernahm nach Auslaufen des Modellprojekts 1998 die Trägerschaft; vorher war es eine Kooperation mit dem DRK und der Familienbildungsstätte. In der Zeit der Förderung entstanden Projekte wie die Seniorenredaktion in Kooperation mit dem Courier, aber auch Angebote wie Hospizarbeit und Seniorentelefon. Als Hauptaufgabe und Ziel steht die Beratung und Information über Möglichkeiten und Anlaufstellen im Vordergrund, ebenso die Projektarbeit. Über 50 Ehrenamtliche sind mit im Boot. Ob das Vorlesen von Senioren für kranke Kinder („Oma Hund & Co.“), Aktivwochen für Ältere, Literaturkreis, Handwerkerservice, Reisen, Freizeit-Forum „55 plus“ oder das Modellprojekt „Erfahrungswissen für Initiativen“, bei denen Ehrenamtliche begleitet werden – das Angebot ist vielschichtig und thematisch breit gefächert und zeigt Älteren, wie erfüllt sie ihre dritte Lebensphase gestalten können. Renner sind die Computerclub-Kurse, die von 250 bis 300 Senioren besucht werden. Neue Wege geht man mit dem Kreissportverband, um ältere Menschen zu Bewegung und Sport zu animieren. „Bei allen Projekten ist eine intensive Koordinations- und Netzwerkarbeit wichtig. Wir sind wie die Spinne im Netz“, sagt die Leiterin Romi Wietzke (52). Die Sozialpädagogin ist von Anfang an dabei; sie, ihre Kollegin Christiane Johannsen und Verwaltungsfachfrau Carola Nagel sind die Gesichter des Seniorenbüros. „Wir versuchen, einen Fühler für die Themen zu haben, an den Leuten dran zu bleiben“, so Wietzke. Denn so manches Projekt ist als Initiative Einzelner an das Büro herangetragen und dann gemeinsam realisiert worden.

Neben der Seniorenarbeit fördert das Team auch das Ehrenamt generell für die Stadt – bei der Ehrenamtsmesse, dem Empfang der Stadt. Das Seniorenbüro macht aber auch die Altenplanung – ein brisantes Thema der Zukunft. „Das ist ein hochpolitischer Bereich, vor allem das Thema Wohnen im Alter“, so Humpe-Waßmuth.

Beim Festprogramm präsentieren sich ehrenamtliche Gruppen: Themenfrühstück, eine Sendung im Offenen Kanal, Fotoausstellungen, Sketche, Scrabbeln oder ein Tag der offenen Tür am 28. Oktober (10 bis 16 Uhr) sind geplant. Das Programm liegt im Seniorenbüro, der Stadtbücherei und im Kulturbüro aus. Im Internet: www.neumuenster.de/senioren.

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