Seniorenbeirat sucht neue Mitstreiter

Sie werben um neue Kräfte im Seniorenbeirat: Holger Hammerich (Stellvertretender Vorsitzender von links), Sozialdezernent Carsten Hillgruber, Romi Wietzke (vom Seniorenbüro, das den Beirat als Geschäftsstelle unterstützt) und Heinz Fieroh (Vorsitzender) hoffen auf neue Mitreiter.
Sie werben um neue Kräfte im Seniorenbeirat: Holger Hammerich (Stellvertretender Vorsitzender von links), Sozialdezernent Carsten Hillgruber, Romi Wietzke (vom Seniorenbüro, das den Beirat als Geschäftsstelle unterstützt) und Heinz Fieroh (Vorsitzender) hoffen auf neue Mitreiter.

Nach fünf Jahren wird die Lobby der Generation 60+ neu gewählt: Etwa die Hälfte der 13 Beiräte tritt nicht wieder an

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08. Juni 2018, 12:34 Uhr

Die Senioren-Lobby der Stadt formiert sich neu: Nach fünf Jahren stehen – im Jahr der Kommunalwahl – auch für den Seniorenbeirat Neuwahlen an.

„Wir suchen frische Bewerber, die sich in ihren Stadtteilen, aber auch in der Stadt als Ganzes für die Belange älterer Menschen einsetzen möchten“, wirbt Heinz Fieroh, Vorsitzender des amtierenden Seniorenbeirats, um neue Mitstreiter für das Gremium. Der 75-jährige Gadelander engagiert sich wie sein Stellvertreter Holger Hammerich (74) seit zehn Jahren mit viel Herzblut für die Sache von Senioren – und beide sind überzeugt, das sich die Mitarbeit im Seniorenbeirat lohnt: In den fast 30 Jahren seines Bestehens habe der Seniorenbeirat eine ganze Reihe praktischer Verbesserungen für ältere Menschen etablieren können, betont Hammerich. Als Beispiel verweist er auf die „Haustürbesuche“, die der Beirat seit vielen Jahren gemeinsam mit der Polizei anbietet. Dabei suchen die Mitglieder des Stadtteilbeirates gemeinsam mit Polizisten gezielt ältere Senioren zuhause auf, um sie über mögliche Sicherheitsmangel ihrer Wohnungen aufzuklären, ihnen die neusten Tricks von Gaunern und Betrügern zu verraten oder über Hilfsangebote jeglicher Art zu informieren. „Dabei haben wir schon Menschen helfen können, die sich über Monate nicht mehr vor die Tür getraut haben“, freut sich Hammerich über „die vielen kleinen Erfolge“ dieser Aktion.

Aber auch in der großen Politik hat der Seniorenbeirat einiges bewegen können. So ist der Seniorenbeirat etwa in allen städtischen Ausschüssen vertreten und hat dort Rede- und Antragsrecht. Das hat etwa im Bauausschuss mit dazu beigetragen, dass bei Neubauvorhaben auf barrierefreie Zugänge oder auf ein Minimum „altengerechter Wohnungen“ geachtet wurde. Im Sozialausschuss hat der Beirat dafür gesorgt, dass beim Handlungskonzept Armut auch die „Altersarmut“ in Neumünster berücksichtigt wird.

Handlungsfelder für engagierte Kräfte gebe es genug, ermuntert auch Sozialdezernent Carsten Hillgruber interessierte Bewerber, sich zu melden. Immerhin hat rund die Hälfte der 13 Seniorenbeiräte angekündigt, nicht erneut zu kandidieren.

Bewerbungen für die Wahl zum Seniorenbeirat werden ab sofort im Seniorenbüro am Großflecken 71 entgegengenommen. Bewerben können sich Neumünsteraner ab 60 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in der Stadt wohnen. Auch im neuen Seniorenbeirat sollte mindestens ein Vertreter aus jedem Stadtteil sitzen. Die Bewerber stellen sich dann in den Stadtteilbeiräten vor, die dann ihre Favoriten der Ratsversammlung zur Wahl vorschlagen. Zur ersten Sitzung tritt der neue Seniorenbeirat voraussichtlich im November zusammen.

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