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Stadtteilbeirat Ruthenberg : Senioren ziehen bald in den Supermarkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das ehemalige Geschäft am Ruthenberger Markt wird zu behindertengerechten Wohnungen umgebaut.

Neumünster | Der seit mehr als acht Jahren leerstehende Laden am Ruthenberger Markt soll zu behindertengerechten Wohnungen umgebaut werden. Das verkündete Knut Adam, Architekt der Kock-Siedlung, am Dienstagabend auf der Stadtteilbeiratssitzung Brachenfeld-Ruthenberg. Im Dezember 2005 hatte Geschäftsmann Gerd Grümmer dort seinen Edeka-Markt geschlossen. Seitdem gab es verschiedene Ideen für die Nachnutzung, die aber alle im Sande verliefen.

Die Kock-Siedlung ist Eigentümerin des Gebäudes und hatte ursprünglich geplant, die 900 Quadratmeter Fläche in kleinere Parzellen aufzuteilen und an verschiedene Einrichtungen zu vermieten. „Jetzt sind wir aber in die Planungen für altengerechte Wohnungen eingestiegen und wollen das mittelfristig realisieren“, sagte Adam.

Auch an der Störstraße könnten bald die Bagger rollen. Die Kock-Siedlung steht laut Adam in Verhandlungen mit einem Investor, der zwischen Paul-Böhm- und Boostedter Straße Einfamilien- und Reihenhäuser errichten möchte. Eine entsprechende Bauvoranfrage habe die Stadt bereits positiv beschieden, so der Architekt. In den Wohnblocks nördlich der Paul-Böhm-Straße wird sich dagegen vorerst nichts tun. Die Gebäude mit 3- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen in einer Größe bis zu 90 Quadratmetern wurden früher von den Soldaten der benachbarten Scholtz-Kaserne genutzt und stehen überwiegend leer. „Neumünster ist im Aufwind. Der Markt für diese Wohnungen entwickelt sich. Wir warten ab und halten die Objekte als Vorrat vor“, so Adam.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das Stadtteilfest. Es soll am Sonntag, 22. Juni, auf dem Pestalozziweg zwischen dem Haus Berlin und der Gesamtschule stattfinden und traditionell mit einem Gottesdienst um 10 Uhr starten. Zahlreiche Vereine und Organisationen haben anschließend Aktionen angekündigt. So soll es unter anderem ein Mitmach-Theater, eine Musik-Bühne, Seniorentanzen und ein Fußball-Turnier geben. Fürs leibliche Wohl sei auf einer neuen „Ess- und Trinkmeile“ mit zahlreichen Angeboten gesorgt, erklärte der Stadtteilvorsteher Uwe Holtz (SPD). Erstmals will der Bürgerverein ein Vogelschießen für Kinder veranstalten.

Kritik äußerten die Beiratsmitglieder an der Stadtverwaltung. Dort würden Anfragen nicht beantwortet und Protokolle nicht gelesen, sagten Holtz und Ratsherr Gerd Kühl (CDU). Konkret ging es um die Parksituation im Malerviertel zwischen Plöner Straße, Sachsenring und Haart. Die Lage dort sei durch wildes Parken für die Verkehrsteilnehmer „mehr als gefährlich“, sagte Kühl. Das habe der Beirat der Verwaltung wiederholt mitgeteilt und Lösungsvorschläge gefordert. Passiert sei aber nichts. „Im Rathaus wusste man von dem Thema gar nichts“, so Kühl. Nun wurde der Punkt erneut ins Protokoll aufgenommen und soll an den entsprechenden Fachdienst weitergeleitet werden.

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erstellt am 08.Mai.2014 | 05:00 Uhr

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