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Bundestagswahl : Senioren diskutieren über Wahlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Seniorenbeirat kritisiert: Die Vicelinschule ist das einzige Wahllokal, das für Menschen mit Behinderungen nicht erreichbar ist

In der ersten Sitzung des Seniorenbeirats nach der Sommerpause ging es gestern in erster Linie um die Bundestagswahlen am 22. September. Dabei wurde klar, dass die Senioren sich einige Sorgen machen.

Volker Bernaschek als Vertreter der Stadtverwaltung stand den Mitgliedern des Beirats zu diesem Thema Rede und Antwort im Haus Berlin. Er konnte berichten, dass in diesem Jahr die Vicelinschule das einzige Wahllokal sein wird, das nicht für Menschen mit einer Behinderung zu erreichen ist und dass die zweite Etage des Rathauses über eine Rampe und einen Fahrstuhl frei zugänglich sein werden. In der Immanuel-Kant-Schule wurde eine Rampe angebracht. Andere Gebäude mit Barrieren wurden ersetzt. „Die Vicelinschule ist nur deshalb nicht als Wahllokal ausgetauscht worden, weil in der Gegend keine anderen öffentlichen Gebäude stehen“, sagte Bernaschek.

Das zweite heiß diskutierte Thema waren die beweglichen Wahlvorstände, die am 22. September in Krankenhäuser und Senioren- sowie Pflegeheime kommen werden, damit die Bewohner und Patienten wählen können. Wenn Interessierte ihre Wahlbenachrichtigung erhalten haben, müssen sie ihrem Heim mitteilen, dass sie an der beweglichen Wahl teilnehmen möchten. Die Heimleitung kann dann entsprechende Wahlscheine bei der Stadt beantragen. Die werden am Wahltag vom Wahlvorstand mit in die Heime gebracht. Leider kommt es häufig zu Missverständnissen, die dazu führen, dass einige Senioren nicht wählen können, da sie keinen Wahlschein bestellt oder ihre Angehörigen bereits Briefwahl für sie beantragt haben. Dann könnte es zu einer doppelten Stimmabgabe kommen. Im zweiten Fall bleibt den Betroffenen noch die Chance, per Briefwahl teilzunehmen.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 15:33 Uhr

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