Senioren am Steuer: Ein Thema für die Politik

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shz.de von
14. Mai 2014, 12:45 Uhr

Zwei Männer begegnen sich. Der eine (23) ist mit dem Motorrad auf dem Weg zur Freundin. Der andere (79) will mit seinem Kleinwagen zum Zahnarzt. Bei der Ausfahrt von seinem Grundstück übersieht er den Radfahrer. Es kommt zur Kollision. Beide Männer sterben noch an der Unfallstelle.

Unsere demografische Entwicklung führt dazu, dass vermehrt ältere Führerscheininhaber am Straßenverkehr teilnehmen. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten lassen zwar mit zunehmendem Alter nur schleichend nach, sodass sich viele alte Menschen noch durchaus für gute Autofahrer halten. Ob Angehörige, Freunde, Bekannte das auch so sehen, sei dahingestellt. Die freiwillige Abgabe des Führerscheins bedeutet nämlich auch eine nicht unerhebliche Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und wer nimmt das schon gerne in Kauf? Vor allem für Landbewohner ist das eigene Auto nahezu unverzichtbar, da diese oft nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können. Senioren am Steuer werden in Zukunft sicher auch ein Problem für die Politik werden.

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