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Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 12:26 Uhr

Aukrug : Selbstgebaute Unikate auf der Piste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Sonnabend fand das legendäre Motocross-Rennen statt. Die 13 gestarteten Teams hatten sich einiges einfallen lassen.

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 06:00 Uhr

Aukrug | „Es muss knallen und Spaß machen“, beschrieb Sönke Krumrey die „11  111 Sekunden von Homfeld“. Am Sonnabend fand das legendäre Motocross-Rennen zum achten Mal unweit der Trainings-Trabrennbahn von Henning Ratjen statt. Krumrey gehört zum Organisationsteam des Rennens, bei dem Kreativität im Vorfeld und Geschicklichkeit am Wettkampftag gefragt sind.

Die Renndauer beträgt genau 11  111 Sekunden, und auch die Zählweise ist ungewöhnlich: Nach jeder 2000-Meter-Runde mussten die Fahrer ihr halsbrecherisches Tempo drosseln, um eine bereitgestellte Kartoffel in eine mit ihrer Startnummer gekennzeichnete Kiste zu werfen. So viel Fantasie von Seiten der Veranstalter, dem Motorclub Aukrug, begegneten die gestarteten Teams mit außergewöhnlichen Rennkisten. „Nicht breiter als einen Meter und der Hubraum nicht größer als 50 Kubikzentimeter“ lautete die einzige Vorgabe der Veranstalter. Ansonsten war erlaubt, was gefällt.

Die 13 gestarteten Teams hatten sich einiges einfallen lassen. Der Kart-Umbau „Little John“ vom Team „Viehdieb“ bestach durch Wendigkeit und gute Kurvenlage, das einzige Frauenteam, „die Busfahrer“, hatte sein Quad in grellen Farben geschmückt und als Rennkleidung trugen die Frauen Kittel mit provokanten Sprüchen. „Fresst meinen Sternenstaub“, warnten sie ihre Verfolger.

Besonders viel Arbeit hatte Familie Schade aus Homfeld in ihr Gefährt gesteckt. „Das war irgendwann mal ein Quad“, beschrieb Dirk Schade die Rennkiste der „Bruchpiloten“, während sein Bruder Bernd den kompletten Selbstbau rasant und reichlich Matsch versprühend über den Rundkurs lenkte.

„Dass hier nur selbstgebastelte Unikate starten, macht den Reiz des Rennens aus“, sagte ein Neumünsteraner Ehepaar, das zu den 80 begeisterten Gästen gehörte, die sich entlang des zwei Kilometer langen Rundkurses postiert hatten, um die motorisierten Seifenkistenfahrer anzufeuern.

Auch wenn es beim Rennen „11  111 Sekunden von Homfeld“ vor allem um Spaß und Leidenschaft geht, gewinnen will natürlich jeder. Der erste Platz ging mit 125 Runden an das Team „Die Bruchpiloten“, gefolgt von den „Busfahrern“ und den Neumünsteraner „Wüstenfüchsen“ an dritter Stelle.

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