Neumünster : Selbstbewusste Frauen wollen Mut machen

Selbstbestimmt und selbstbewusst: Monika Schmidt (Zweite von rechts) von der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“, hatte Agnes Trenka (von links), Danijela Pivaševic-Tenner und Patricia Juds zum Gespräch eingeladen.
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Selbstbestimmt und selbstbewusst: Monika Schmidt (Zweite von rechts) von der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“, hatte Agnes Trenka (von links), Danijela Pivaševic-Tenner und Patricia Juds zum Gespräch eingeladen.

30 Besucher lauschten der Podiumsdiskussion von der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“.

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13. März 2018, 11:05 Uhr

Drei Frauen aus Neumünster, die im Kulturbetrieb der Stadt wichtige Motoren sind, sprachen im Begegnungszentrum in Faldera über sich und ihre Arbeit. Eingeladen hatte Monika Schmidt, Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“. Sie hatte die Talkrunde im dritten Jahr organisiert. Anlass ist die Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag. „Bildung ist der Hintergrund unserer Arbeit, und kulturelle Bildung hat einen wichtigen Stellenwert“, erklärte Monika Schmidt.

Vor 30 Besuchern des Hauses am Wernershagener Weg interviewte sie Patricia Juds, Danijela Pivaševic-Tenner und Agnes Trenka. Die Illustratorin Ann Cathrin Raab konnte krankheitsbedingt nicht kommen.

Patricia Juds (24) steht ihr halbes Leben auf den Brettern der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN), studiert in Kiel Pädagogik und Soziologie und stellte fest: „Die Begeisterung für das Niederdeutsche lebt gerade stark auf, besonders auch unter jungen Leuten.“ Ihr habe das Schauspiel sehr viel geholfen: „Vorträge sind überhaupt kein Problem. Man entwickelt eine feine Wahrnehmung für sich und seinen Körper.“ An den anwesenden Ersten Stadtrat Carsten Hillgruber appellierte sie: „Die NBN braucht behindertengerechte Sanitäranlagen und die Parkplatzsituation müsste auch verbessert werden.“

Das Thema der Talkrunde lautete „Mut machen“, und Mut brauchte auch Danijela Pivaševic-Tenner, als sie beschloss, als Keramik-Künstlerin zu leben. „Man kann von Kunst nicht leben, das ist nicht in Ordnung. Wofür studieren wir?“, fragte sie. Dennoch riet sie den Frauen: „Besucht Ausstellungen, nehmt eure Kinder mit, denn Kunst und Museen sollen für Kinder nichts Fremdes sein.“

Monika Schmidt machte auch darauf aufmerksam, dass der Weltfrauentag immer noch wichtig ist: „Zum Beispiel bekommen Frauen durchschnittlich immer noch 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Die Altersarmut nimmt daher besonders bei Frauen dramatisch zu.“ Und zum Thema Gewalt gegen Frauen sagte sie: „Am meisten schlagen bestens ausgebildete Männer.“


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