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Wankendorf : Seit 50 Jahren ist sie die DRK-Chefin

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Große Feier für Traute Leschke . Sylvia Hettler: „Wir werden versuchen, diese Ideale weiterzuleben.“

Wankendorf | „50 Jahre Vorsitzende eines Ortsvereins, das hat es wohl so noch nicht im schleswig-holsteinischen Landesverband gegeben“, meinte die Vizepräsidentin des DRK-Schleswig-Holstein, Frauke Tengler. Vorgestern Abend gab es eine Feierstunde zu Ehren von Traute Leschke in Schlüters Gasthof in Wankendorf. Tatsächlich ist sie seit 50 Jahren Chefin des DRK-Ortsvereins – ehrenamtlich. Gekommen waren zu der Feierstunde 60 geladene Gäste, darunter Kreispräsident Peter Sönnichsen, Landrätin Stephanie Ladwig sowie Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann, politische Begleiter, Mitarbeiter, Freunde und Familie der Geehrten.

Mehr als einmal hat Traute Leschke im Rampenlicht gestanden. Mehr als einmal hätte sie wohl gern darauf verzichtet und ihre Arbeit eher im Stillen getan. 2010 überreichte der damalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen Traute Leschke in Kiel das Bundesverdienstkreuz. Am 6. November 2013 feierte Traute Leschke in Wankendorf das 100-jährige Bestehen des DRK-Wankendorf. An ihrer Seite standen als Stellvertreter und Schatzmeister Peter Sönnichsen und der inzwischen verstorbene Friedhelm Weber, die als Freunde und Wegbegleiter ihre Arbeit unterstützt haben. 33 Jahre hat sie als Gemeindevertreterin gewirkt, die Aufgabe der stellvertretenden Bürgermeisterin und der stellvertretenden Amtsvorsteherin hatte sie inne. Dazu kamen der Aufbau der DRK-Ortsgruppe, 1969 der Bau des ersten DRK-Kindergartens im Kreis Plön, bis hin zur heutigen Krippe und Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder und mehr.

Ungebremst, voller Leidenschaft und Tatendrang schafft es die 79-Jährige bis heute, die Menschen um sie herum zu begeistern und mitzunehmen. Daran ließen auch die Mitarbeiterinnen wie die DRK-Koordinatorin Sylvia Hettler keinen Zweifel. Traute Leschke, das bedeute: immer im Einsatz für die Kinder und die Familien, immer mit einem offenen Ohr für die Menschen da sein, für Verlässlichkeit und Menschlichkeit stehen und noch viel mehr. „Danke für die guten Jahre, wir werden versuchen, diese Ideale weiterzuleben“, meinte Sylvia Hettler im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitstreiter.

Aufzuzählen sei so viel, aber das allein würde dem Einsatz der Wankendorferin nicht gerecht werden, meinte Kreispräsident Peter Sönnichsen, der sein Grußwort als ganz persönliches Dankeschön auch für die vielen gemeinsamen Jahre des Gestaltens und der ehrenamtlichen Arbeit sprach. Traute Leschke sei Pionierin und immer in Aufbruchstimmung, bringe Frau und Familie und Arbeit unter einen Hut und habe Emanzipation schlicht mit der Begründung abgetan, dass die Arbeit doch einfach gemacht werden müsse. Die Haltung und der beharrliche und erfolgreiche Einsatz verdiene einfach ein hohes Maß an Achtung und Respekt, umschrieb Landrätin Stephanie Ladwig das Wirken von Traute Leschke.

„Im April ist dann irgendwann Schluss“, kündigte Traute Leschke an. Dann dürfen ihre Nachfolger sich um die Geschicke des Wankendorfer DRK kümmern. Peter Sönnichsen hat sich bereit erklärt, sich zur Wahl für den Vorsitz zu stellen. „Außerdem sollen jüngere Leute nachrücken“, meinte Leschke. Fünf Enkel der beiden Kinder und ein Urenkel freuen die sich auf ihre Großmutter und Uroma. Und dann gibt es ja auch noch die „Reiseagentur Leschke“, die Seniorenfahrten und so viel mehr, meinte die Jubilarin.

Über ihr bisheriges Arbeitspensum sagt Traute Leschke: „Tageweise geht das.“ Dann falle die Last gar nicht auf. Erst wenn man im Nachhinein die vielen Schritte und Aktionen zähle, werde etwas Größeres daraus.






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