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Lebensmittelinstitut : Seit 50 Jahren der Qualität auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Institut für Lebensmitteltechnologie feiert Jubiläum mit einem Fachsymposium

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 17:59 Uhr

Auf ein halbes Jahrhundert thermische Haltbarmachung von Suppen, Eintöpfen und Menüschalen blickt das KIN-Lebensmittelinstitut an derWasbeker Straße zurück. Zwei Tage lang feierte das Institut sein Jubiläum gemeinsam mit 200 Freunden, Mitarbeitern und Mitgliedern aus ganz Deutschland in den institutseigenen Räumen an der Wasbeker Straße.

1965 gründeten zehn Unternehmen, darunter die Böklunder Konservenfabrik und Erasco, auf Initiative des Autoklavenherstellers Hermann Stock das „Konserveninstut Neumünster e.V.“. Ein Autoklav ist ein gasdicht verschließbarer Druckbehälter, der für die thermische Behandlung von Stoffen im Überdruckbereich eingesetzt wird.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, aus dem Maschinenbau, der Verpackungs- und Zulieferindustrie hinzu. Heute zählt das KIN rund 280 Mitgliedsunternehmen.

Es geht längst nicht mehr nur um die Haltbarmachung von Speisen. Um dem Verbraucherbedürfnis nach sicheren und gesunden Lebensmitteln Rechnung zu tragen, wurde an der Kieler Straße ein Technikum für Forschungszwecke aufgebaut, Weiterbildungsseminare folgten. 1969 erteilte das Kultusministerium die Genehmigung zur Errichtung einer „Privaten Fachschule für Konserventechniker, ein Jahr später erhielt die Schule ihre staatliche Anerkennung.

Der erste Kursus startete mit vier Teilnehmern, heute werden zirka 150 Techniker pro Jahr ausgebildet. Insgesamt macht das über 2800 ausgebildete Lebensmitteltechniker am KIN.

Zwölf Jahre nach seiner Gründung zog das Institut von der Kieler in die Wasbeker Straße. Fundament blieb die klassische Nasskonservierung mit dem Autoklav. Zukunftstechnologien, wie die Mikrowelle oder das neue „Micvac-Verfahren“, bei dem das Kochen und Pasteurisieren in der Verpackung in einem einzigen Arbeitsschritt erfolgt, hielten Einzug.

„Denn eins ist sicher: Verbraucherverhalten und gesetzliche Richtlinien ändern sich stetig“, sagte der Vorstandsvorsitzende Erhard Wingrat. Deshalb habe das KIN die Zukunft im Blick und zum Jubiläum ein zweitägiges Technologieforum mit insgesamt 24 Fachvorträgen organisiert, erklärte Wingrat den Rahmen der Veranstaltung.

Volker Köhnen, Leiter der „Food Professionals“, war in seinem Vortrag „Auf der Suche nach dem perfekten Geschmack“. Laut einer Nestlé-Studie sei für 96 Prozent der Befragten der Geschmack eines Fertiggerichtes ausschlaggebend. Der Preis komme erst an 6. Stelle, zitierte Köhnen die Studie.

Danach muss die Ravioli-Dose von Maggi besonders lecker sein. Sie ist mit 50 Millionen Stück pro Jahr weltweit die meist verkaufte Konserve.

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