Jubiläum : Seit 50 Jahren auf dem Wochenmarkt

Edith Will steht auch mit 77 Jahren noch fast täglich am Tresen ihres Verkaufswagens.
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Edith Will steht auch mit 77 Jahren noch fast täglich am Tresen ihres Verkaufswagens.

Edith Will betreibt seit einem halben Jahrhundert ihren Fischhandel / Spezialität sind die selbst hergestellten Feinkostsalate und der Matjes

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22. Juni 2014, 08:00 Uhr

Neumünster | Über die Rente mit 63 kann Edith Will vermutlich nur schmunzeln. Die 77-Jährige kann heute auf das 50-jährige Bestehen ihres Fischhandels zurückblicken. „Ich bin seit 50 Jahren auf dem Wochenmarkt, und es macht mir immer noch viel Spaß, zu verkaufen und mit den Kunden einen Klönschnack zu halten“, sagt Edith Will.

Das Geschäft wurde 1961 von ihrem Mann Heinz Otto Will gegründet. Verkauft wurden Salzhering und Matjes anfangs noch direkt aus dem Holzfass auf den Wochenmärkten von Hamburg bis Schleswig. 1964 übernahm Edith Will dann das Geschäft von ihrem Mann und stieg in den Großhandel ein. Im gleichen Jahr noch wurde ein Marinierbetrieb zur eigenen Veredelung und Produktion an der Holstenstraße begründet. „Wir haben namhafte Großhändler in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg beliefert“, sagt Edith Will.

1972 wurde diese Betriebsstätte an der Holstenstraße aufgegeben. 1983 zog der Betrieb an die Oderstraße 63 auf ein 4000 Quadratmeter großes Gelände im Industriegebiet Süd um, wo er noch heute seinen Sitz hat. Fünf Beschäftigte kümmern sich hier um die Produktion, Spezialitäten sind Matjes und die selbst hergestellten Fischfeinkostsalate. „Unseren Frischfisch beziehen wir überwiegend aus Kiel“, sagt Edith Will, deren Tochter Caroline bei ihr in die Lehre ging und mit ins Geschäft einstieg.

Das Unternehmen ist mit zwei mobilen Verkaufswagen auf den Wochenmärkten präsent. Den Umzug des Wochenmarkts in Neumünster vom Klein- auf den Großflecken nennt Edith Will die richtige Entscheidung. Seit 2008 firmiert der Fischhandel als GmbH, Caroline wird einmal das Geschäft übernehmen. Aber noch ist es nicht so weit. „Ich mache weiter, so lange ich mich fit fühle“, sagt Edith Will.

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