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Schultheaterfestival : Sein oder Nichtsein – die Macht des Schicksals

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendtheaterclub brachte William Shakespeares Hamlet in einer großartigen Inszenierung auf die Bühne

Neumünster | Das Stück ist 400 Jahre alt. Es handelt von Liebe, Krieg und Intrigen. Das klingt vordergründig nach Kitsch, das Gegenteil ist der Fall. Über anderthalb Stunden hielten die 90 Theaterbesucher am Montagabend vor Spannung den Atem an. Auf der Bühne stand der Jugendtheaterclub und spielte Hamlet, Shakespeares Meisterwerk über die Macht des Schicksals.

Im Mittelpunkt der 1602 uraufgeführten Tragödie steht Hamlet, der junge Prinz von Dänemark. Er ist aufgerufen, den Mord an seinem Vater zu rächen. Mithilfe von Intrigen versucht Claudius, der Mörder und unrechtmäßige Nachfolger von Hamlets Vater, den Thron und seine Ehre zu retten. Vergeblich. Er stirbt durch Hamlets Hand. Am Ende der Intrigen und Kämpfe ist das gesamte dänische Herrschergeschlecht ausgelöscht, und Dänemark fällt an den König von Norwegen.

„Macht es lieber nicht“, hatte Sünne Höhn vom Kulturbüro dem jungen Ensemble geraten. Das Stück sei sehr komplex, gab sie zu bedenken. Doch die jungen Theatermacher ließen sich nicht beirren. Mit Referaten näherten sie sich dem Werk, kürzten das dreistündige Stück auf 90 Minuten und starteten im Januar unter der Regie von Maximilian Kornprobst mit der szenischen Arbeit. „Wir vertrauen einander, und deshalb trauen wir uns auch etwas zu“, sagten die Schauspieler. Zu Recht. „Ihr“ Hamlet überzeugt mit einem einfachen Bühnenbild, mit tollen Kostümen und einer großartigen Besetzung. Johanna Wienholz verlieh ihrem Hamlet alle Facetten menschlicher Abgründe, Jessica Harich überzeugte als wahnsinnig gewordene Ophelia. Ein Königspaar, wie es im intriganten Buche steht, gaben Tim Lukas Kornprobst und Friederieke Lenz ab. Sämtliche Requisiten, Bühnenbilder und Kostüme fertigt und entwirft das junge Ensemble in Eigenarbeit.

Am Freitag steht der Jugendtheaterclub ein letztes Mal auf der Bühne. Wer die Vorstellung am Montag verpasst hat, sollte unbedingt hingehen. Die 90-minütige Vorstellung ohne Pause beginnt um 19 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse und im Kulturbüro.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 08:00 Uhr

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