Seifenblasen

von
11. Mai 2015, 12:44 Uhr

„Das meinst Du jetzt nicht ernst!“ – Von seinem Schreibtisch im heimischen Arbeitszimmer aus schaute Hein Tüt genervt aus dem Fenster. Draußen wurde es mal wieder finster, der nächste Schauer kündigte sich an. „Was soll die Finsternis, der April ist doch vorbei“, schimpfte Hein vor sich hin. Er wollte sich schon wieder kopfschüttelnd seinem Computer-Bildschirm zuwenden, als er plötzlich eine Erscheinung hatte: Nanu, hatte er sich verguckt, oder war er noch nicht ganz wach? Nein, tatsächlich: Vor seinen Fenster zogen blau-grün-schillernde Seifenblasen vorbei. Riesengroße! Was ist das denn? Schlägt der Himmel jetzt schon Schaum? Oder landen da irgendwo in der Nachbarschaft gerade Außerirdische?

Heins Neugier war geweckt. Fix zog er sich eine Jacke über und verließ das Haus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zwei Häuser weiter stieß er auf die Quelle der glitzernden Erscheinung. Die kleine Nachbarstochter Annika stand mit ihren Freundinnen vor der Haustür und versuchte sich unter großem Juchhee mit einem meterlangen Seifenlöffel und einem Eimer Seifenlauge als Zauberin. Hein schaute dem fröhlichen Treiben einen Moment fasziniert und amüsiert zu und kehrte dann im Bogen zurück an seinen Schreibtisch. Seine Laune hatte sich spürbar gebessert. Stimmt ja, es gibt kein mieses Wetter, man muss nur die richtige Einstellung dazu finden. Guten Tag, bis morgen!

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