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Kleidertauschbörse : „Second-Hand ist wieder schick“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Museum Tuch + Technik veranstaltete die erste Kleidertauschbörse / 60 Kleidungsstücke wurden von den rund 100 Besuchern getauscht

Neumünster | Warum Geld ausgeben, wenn man auch tauschen kann? Die clevere Idee nutzten am Donnerstag etwa 100 Gäste im Museum Tuch + Technik bei der ersten Kleidertauschbörse.

Gut 60 Kleidungs-und Schmuckstücke fanden auf diese Weise einen neuen Besitzer, schätzte Museumsleiterin und Veranstalterin Astrid Frevert. Dabei schonten die überwiegend weiblichen Gäste nicht nur ihr Portemonnaie, sondern auch die Umwelt. „Ich finde es absolut unterstützenswert, Getragenes weiter zu geben. So sind schon alle Schadstoffe ausgewaschen und es muss weniger Kleidung neu produziert werden“, erklärte Barbara Jacobs. Die Neumünsteranerin bummelte mit ihrer Freundin an den Kleiderständern und Auslagen vorbei und entschied sich für ein schwarzes, ärmelloses Kleid.

Ob legere Jeans, schicker Business-Blazer oder warmer Wintermantel – die Auswahl war breit und die Qualität der Stücke gut. „Es war allerdings überwiegend Damenbekleidung, die getauscht wurde“, räumte Astrid Frevert ein. „Es war herrlich belebt, viele Frauen waren mit ihren Freundinnen hier, genossen zunächst ein Glas Sekt oder Wasser und stöberten dann durch das Angebot. Für die musikalische Begleitung sorgte am elektrischen Piano Alexander Seidler.

An der Umkleidekabine berieten sich die Frauen und tauschten sich in entspannter Atmosphäre aus“, schilderte Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle als eine der Organisatorinnen. Die Dritte im Bunde der Veranstalter war das Frauenwerk Altholstein, das von Chantal Schierbecker vertreten wurde. „Es ist überhaupt kein Makel mehr, wenn man sagt, dass man Second-Hand trägt, im Gegenteil, es ist schick“, berichtete sie ihre Erfahrung.

Die Spielregeln sahen vor, dass gegen maximal fünf Kleidungsstücke ein Tauschpunkt ausgehändigt wurde, der wiederum für ein neues Kleidungsstück abgegeben werden konnte. Die übrig gebliebene Garderobe wird dem Kleiderhaus des Roten Kreuzes zur Flüchtlingshilfe geschenkt.

„Die Resonanz heute war so gut, dass wir bis zur nächsten Veranstaltung nicht viel Zeit vergehen lassen sollten“, resümierte Astrid Frevert erfreut und kann sich eine Wiederholung noch in diesem Jahr vorstellen. Fairness und Kleidung werden am Sonnabend, 20. Mai, wieder miteinander verknüpft, wenn von 9-13 Uhr im Tuch + Technik unter dem Motto „Fair-Wertung“ aus Altkleidern Neues genäht wird.

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