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Becherstapler : Sechs WM-Medaillen für Felix Zarbock

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

13-jähriger Tungendorfer sorgte bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Montreal für Aufsehen. Silber und Bronze als Lohn für jahrelanges Training.

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erstellt am 22.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Mit so einem Erfolg hat niemand gerechnet. Bei seiner ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft im Becherstapeln, dem sogenannten Speed Stacking, hat Felix Zarbock insgesamt sechs Medaillen mit nach Hause gebracht. Im kanadischen Montreal erhielt der 13-Jährige aus Tungendorf nicht nur eine Bronze-Medaille in der Einzel-Disziplin „3-6-3“ sowie zwei Medaillen für den 5. Platz im „3-3-3“ und den 10. Platz im „Cycle“ (der Courier berichtete). Bei den Staffelwettkämpfen verstärkte der Schüler der GS Brachenfeld auch noch das deutsche Team und holte hinter dem haushohen Favoriten USA eine Silbermedaille. In zwei weiteren Staffeln „Kopf gegen Kopf“ wurde er Zweiter und Dritter.

„Das war schon ein tolles Erlebnis“, sagte Felix gestern bei der Präsentation seiner Medaillen beim Jugendverband an der Boostedter Straße. Der JVN hatte ihn maßgeblich unterstützt und weitere Sponsoren gesucht. Einer davon war die BB-Bank, die 1000 Euro für den Flug des 13-Jährigen mit seiner Mutter Gabi nach Kanada spendete. „Ich war sofort Feuer und Flamme für Felix und beeindruckt von so einem Jungen, der ehrgeizige Ziele hat“, begründete Frank Hoffmann, Filialdirektor der Bank für Lübeck und Neumünster, das Engagement, das in eine längerfristige Unterstützung übergehen soll. Er selbst habe in jungen Jahren viel Musik gemacht und sei dabei ebenfalls unterstützt worden. „Es war für Felix schließlich ein aufregendes Abenteuer in einem fremden Land“, so Hoffmann. Einen nicht unerheblichen Teil des Geldes steckte der größte Fan von Felix, seine Oma Sieglind (83), dem Jungen zu.

Dietrich Mohr vom Jugendverband bedauerte gestern, dass es weder vom Kreis- noch vom Landessportverband Unterstützung gab. „Speed Stacking ist zwar eine anerkannte Sportart, aber eben nicht olympisch. Deshalb haben wir keinen Cent gesehen. Das ist schade und sehr ärgerlich“, sagte er.

Doch beim gestrigen Termin überwog natürlich die Freude. Auch im kommenden Jahr will Felix, der für das „Sports Stacking Team Quickborn“ antritt, wieder zur Weltmeisterschaft. Dann hat er allerdings keine so weite Anreise, sondern kann mit den Eltern im Auto fahren. In Montreal wurde nämlich bekannt gegeben, dass die Speed-Stacking-WM 2016 im bayerischen Speichersdorf bei Bayreuth stattfinden wird.

Zunächst einmal bereitet sich der frischgebackene Silber- und Bronzemedaillen-Gewinner aber auf den nächsten Wettkampf vor. Beim Ostsee-Cup zu Pfingsten in Kellenhusen will Felix gut abschneiden. Als WM-Dritter dürfte er jetzt ganz klar zu den Favoriten gehören.

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