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Ba-Da-Boom : Sechs Stunden gab es schön auf die Ohren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Herrliches Wetter, tolle Musik, super Stimmung: Das Musikfestival kam bombig an

von
erstellt am 08.Sep.2014 | 07:45 Uhr

Ein junger Musiker sang das Motto des Tages: „Viva la Musica“ stimmte Joscha zu seinem Cello-Spiel mit heller klarer Stimme an und sang auf der Vivano-Bühne gegen das Röhren der vorbeifahrenden Busse an. Der Musikgymnasiast (12) aus Kiel wickelte sein Publikum um den Finger und zauberte ein Lächeln auf die Gesichter. Dieser Auftritt war einer der vielen Höhepunkte des sechsten Straßenmusik-Festivals „Ba-Da-Boom“ – mit mehr als 400 Musikern das größte seiner Art im Norden. Nach Schätzungen der Veranstalter kamen am Sonnabend zwischen 20 000 und 25 000 Menschen, um das bunte Musik-Kaleidoskop in der Innenstadt zu genießen.

Von 11 bis 17 Uhr gab es bei schwülen Temperaturen jede Menge Musik von sanften Balladen, französischen Chansons, peppigen Neue-Deutsche-Welle-Hits, Schlagern querbeet, melodiösem Rock bis hin zu Grunge der härteren Gangart. Mächtig was auf die Ohren gab es zum Beispiel ab 11 Uhr von der Band Grimm am Gänsemarkt. „Hallo, schön, dass alle Altersgruppen vorhanden sind, auch die Handwerker schauen herüber“, spielte Sängerin Hilke Braun auf die Holstengalerie-Baustelle an.

Eine Premiere fand an der Lütjenstraße statt: Extra für Ba-Da-Boom gründete die Musikerin Kerstin Golz das „Saxtett 4 Fun“. Das Quartett startete mit „Raumpatrouille Orion“. Danach nahm der Lutherchor seine Zuhörer auf eine Gospel-Reise mit. Menschenmassen ballten sich am Eingang der Lütjenstraße um das Flötenorchester „Tutti Flutti“, gingen auf Reise in die Grieg’sche Halle des Bergkönigs und lauschten dem zarten Simon&Garfunkel-Klassiker „Scarborough Fair“. In die Herzen sang sich Birte Schmid (18) aus Bad Bramstedt, die ein wenig an Joan Baez erinnerte. Umlagert war auch der Haart-Chor im Fürsthof: Unter dem dynamischen Dirigat von Stefan Waldow präsentierten die Sänger vielstimmig „Major Tom“ und wanderten in die Nervenklinik des „Goldenen Reiters“ von Joachim Witt. An der Post-Passage beeindruckte Janne Stahlbock (12) von der Band „Alles in Ordnung“. Es folgte ein Lachspektakel mit der Combo „Fridge Coma“ – Kühlschrank-Koma. Die gestandenen Herren mischten das Publikum auf: Sänger Jörg Leptien („Leppi“) lachte so herzhaft ansteckend, dass sich die Zuhörer kringelten.

Beatzonen-Alarm gab es vor Tchibo mit Cindy Sennheiser und Walter Düsenberg: Die Sängerin von „Frühstücksbeat“ im Minikleid und der Gitarrist mit der Sturmfrisur ließen alte Schlager auferstehen. Heike Czarnetzki, Tine Haak, Britta Juckel aus Neumünster und Nicole Pingel aus Boostedt schwoften dazu begeistert: „Das ist ein Highlight. Ba-Da-Boom ist so vielfältig. Was die hier auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich – entgegen der üblichen Meinung, in Neumünster sei nichts los“, lobten die vier gutgelaunten Frauen.

Die Organisatoren Arne Gloe und Marco Ramforth, die zwischen allen Spielorten pendelten, zogen ein positives Fazit: „Die überregionale Werbung hat funktioniert. Auf den Parkplätzen sind Autos aus ganz Schleswig-Holstein, aber auch aus Bayern und Nordrhein-Westfalen.“ Ramforth betonte: „Wir haben hier etwas, was sonst niemand in Norddeutschland hat, das kann man zelebrieren. Wir zeigen unsere Stadt von einer guten Seite.“

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