zur Navigation springen

Sturmtief : „Sebastian“ wirbelte durch die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Sturmtief verursachte am Nachmittag und frühen Abend erhebliche Schäden. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Sturmtief „Sebastian“ hat gestern Nachmittag auch Neumünster und das Umland getroffen. Um 16 Uhr löste die Berufsfeuerwehr Vollalarm für die Technische Einsatzleitung und die sechs Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt aus. Bereits ab 14.45 Uhr gingen quasi im Minutentakt Notrufe ein. Überall im Stadtgebiet und in vielen Umlandgemeinden kippten Bäume auf Autos und Straßen, Werbeplakate wurden weggeweht, Äste drohten auf Spielplätze zu fallen. Mehr als 150 Einsatzkräfte waren bis zum Abend im Dauereinsatz. Verletzt wurde bis Redaktionsschluss niemand.

Der Wind hatte im Laufe des Tages immer mehr zugenommen, erreichte am Abend in orkanartigen Böen bis zu 90 Stundenkilometer. Bereits um 14.48 Uhr fiel ein Baum an der Max-Johannsen-Brücke auf ein Auto. Um 16.15 Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr Boostedt zur Bahnhofstraße aus. Ein dicker Ast war dort auf die Fahrbahn gekracht. Die Autos mussten sich vorsichtig an der Stelle vorbeitasten. Gegen 16.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte an die Professor-Graf-Straße nach Einfeld aus. Hier drohte ein dicker Ast auf ein Auto zu stürzen. Eine halbe Stunde später entwurzelte „Sebastian“ einen Baum in der Groten Twiet in Gadeland. Die Feuerwehrleute mussten auch hier zur Motorsäge greifen.

Brenzlig wurde es gegen 17 Uhr an der Ehndorfer Straße. Hier drohte eine Birke auf ein Mehrfamilienhaus zu stürzen. Die Feuerwehr sperrte die Straße für rund eine halbe Stunde. Eine Wohnung wurde evakuiert. Die Familie musste die Nacht bei Freunden unterkommen. Heute soll der Baum gefällt werden.

Um 17.30 Uhr traf der zuständige Stadt Oliver Dörflinger zur Lagebesprechung im Gefahrenabwehrzentrum ein. Gemeinsam mit Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, und Einsatzleiter Thomas Hoch wurden das weitere Vorgehen besprochen. Eine Stunde später gab es dann eine leichte Entwarnung. Die Einsatzzahlen gingen zurück. Für die Nacht bereitete sich die Feuerwehren dann aber auf starke Regenfälle und Überflutungen vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen