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Wettkampf der Vielfalt : Schwimmfest mit viel Ehrgeiz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

172 Schwimmer kämpften mit großem Ehrgeiz um jede Medaille. Der Regen hielt viele Zuschauer fern.

Neumünster | Trotz widriger Wetterbedingungen wurde am Sonnabend im Bad am Stadtwald beim 4. Internationalen Offenen Inklusions-Schwimm-Cup wieder um jede Bahn gekämpft. Der vom Polizei-SV Union (PSV) organisierte „Wettkampf der Vielfalt“ ist mittlerweile ein fest gesetzter Termin unter den Wettkampfschwimmern. Das bewiesen die 172 Teilnehmer, die aus ganz Schleswig-Holstein sowie unter anderem auch aus Rostock und Freiburg angereist waren.

Dass Inklusion in einer vielfältigen Gesellschaft ein wichtiges Thema bleibt, hatten unter anderem auch der neue Sozialminister Dr. Heiner Garg (FDP), Carsten Hillgruber (1. Stadtrat der Stadt Neumünster) sowie Bernd Lohse als Vorsitzender des PSV in ihren Grußworten deutlich gemacht. Trotz des morgendlichen Dauerregens, der kühlen Außentemperatur von 14 Grad und der geringen Zuschauerzahl war die Stimmung unter den Sportlern ausgesprochen fröhlich. Freundschaftlich suchten die Mannschaften und Kampfrichter Schutz unter Regen- und Sonnenschirmen. Und auch in so manchem Zelt wurde den „Konkurrenten“ kameradschaftlich Unterschlupf gewährt.

Bei den insgesamt 380 Starts in dem auf angenehme 27 Grad aufgeheizten Wasser gaben die Athleten dann jedoch keinen der 22 Wettbewerbe verloren. Mit viel Energie und Ehrgeiz wurde in allen Disziplinen um den ersten Anschlag am Beckenrand gekämpft. „Stark ist erstmals das Feld der Teilnehmer aus arabischen Ländern. Denn unser Trainer Nizar Al-Makkawi konnte Schwimmer aus Eritrea, Afghanistan und seiner Heimat Syrien für den Wettkampf begeistern“, berichtete der PSV-Abteilungsleiter und Initiator Manfred Bruhn in diesem Zusammenhang erfreut.

Zu denen, die mit den ambitionierten Sportlern mitfieberten, gehörten auch die Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn und Olympiasiegerin Britta Steffen. „Dass es gelungen ist, einen solchen Wettbewerb in Neumünster auf die Beine zu stellen, ist einfach nur großartig“, waren sich die „Gold-Mädchen“ einig.

„Im nächsten Jahr werden wir ja ein Dach über dem Kopf haben. Doch dann hat es wahrscheinlich 35 Grad und strahlenden Sonnenschein. Aber für dieses Mal war der Cup trotz des Regens eine rundum gelungene Sache“ erklärte Mitorganisator Guido Schwartze am Ende schmunzelnd.

Um noch mehr Besucher für den Cup zu begeistern, sei für das kommende Jahr ein erweitertes Rahmenprogramm auf der Freifläche geplant. „Denn um das Potenzial der Veranstaltung im Sinne der Idee gemeinsam mit den engagierten Sponsoren weiterzuentwickeln, legen wir gerne noch eine Schippe drauf“, kündigte er an.

Neben den zahlreichen Pokalen, die im Laufe des Tages an die glücklichen Sieger vergeben wurden, konnte sich auch Dietrich Mohr vom Jugendverband über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Ihm wurde für seine verbindende Arbeit in einer bunten Gesellschaft der „Vielfach Neumünster Preis für Diversity und Inklusion“ verliehen.

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