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Schweres Los für Kinder psychisch kranker Eltern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 17.Jun.2015 | 13:46 Uhr

Kinder psychisch kranker Eltern haben es doppelt schwer: Die Krankheit können sie oft kaum verstehen, dennoch müssen sie in vielen Fällen bereits in früher Kindheit die Erwachsenenrolle für Mama oder Papa übernehmen. Oft bleiben die emotionalen Belastungen nicht ohne Folgen: Kinder psychisch kranker Eltern tragen ein vielfach erhöhtes Risiko, später selbst psychisch zu erkranken.

Das Lokale Bündnis für Familien will auf das Schicksal dieser Kinder aufmerksam machen und für eine stärkere Unterstützung der Betroffenen werben. Unter dem Titel „Bei mir zuhause ist alles ganz anders“ beginnt heute Nachmittag um 16 Uhr im Lebensmittelinstitut KIN an der Wasbeker Straße 324 ein Fachtag zu dem immer noch stark tabuisierten Thema. Beratungs- und Hilfseinrichtungen, von der Jugendhilfe bis zum privaten Unterstützerkreis, wollen sich erstmals gemeinsam einem breiteren Publikum vorstellen, um für mehr Verständnis für die Betroffenen zu werben, professionelle Helfer und engagierte Bürger miteinander in Kontakt zu bringen, und Hilfsangebote vorstellen, die zur Entlastung betroffener Eltern und Kinder beitragen könnten.

Wiebke Schubert vom Verband Angehöriger psychisch Kranker, selbst Tochter einer schizophrenen Mutter, wird über ihre Erfahrungen berichten und dabei auch klarstellen, welche Hilfestellungen sie sich als Kind gewünscht hätte. Der Kurzfilm „Lilli“ schildert am Beispiel eines jungen Mädchens den typischen Leidensweg einer Betroffenen. Kurze Impulsvorträge sollen zur Diskussion einladen.

Der öffentliche Thementag im KIN wird um 16 Uhr von Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth eröffnet, der Vortrag beginnt um 16.15 Uhr, der Kurzfilm „Lilli“ gegen 17.15 Uhr. Ab 18.30 Uhr gibt es eine Podiumsrunde mit Experten. Die ganze Veranstaltung dauert bis 20 Uhr.


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