Kunst in Neumünster : Schwebende Gärten zum Jubiläum

„Die schwebenden Gärten“ von Kristin Grothe hängen jetzt im Atrium des Friedrich-Ebert-Krankenhauses.
„Die schwebenden Gärten“ von Kristin Grothe hängen jetzt im Atrium des Friedrich-Ebert-Krankenhauses.

40 Jahre Verein zur Förderung der Kunst: Kunstwerk von Kristin Grothe ans Friedrich–Ebert-Krankenhaus übergeben

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11. November 2017, 12:30 Uhr

Neumünster | Als „spektakuläre Verschönerung unseres Hauses“ bezeichnete Alfred von Dollen die Installation, als „beeindruckendes Werk, das unser kulturelles Leben bereichert“, beschrieb Babett Schwede-Oldehus das riesige Mobile. Kirstin Grothe nannte ihre „Schwebenden Gärten“ ein Werk „mit unmittelbar öffentlichem Bezug“.

Am Donnerstagabend stellten die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Kunst und die Neumünsteraner Künstlerin die imposante Arbeit vor und übergaben sie dem Geschäftsführer des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) vor 100 geladenen Gästen im Atrium des Krankenhauses.

Jeweils 1,7 mal 1,3 Meter messen die fünf bedruckten Acrylglasplatten und die drei Spiegel, die Kristin Grothe zu einem riesigen Mobile zusammenfügte und unter der Decke des 16 Meter hohen Atriums montieren ließ. Sie habe sich dem Auftragswerk konzeptionell genähert, erläuterte die Künstlerin. „Kaum ein Ort ist derart mit Emotionen beladen wie ein Krankenhaus. Freud und Leid liegen hier sehr nah beieinander“, sagte Kristin Grothe. Als Motive habe sie deshalb „Bäume als Symbol des Lebens“ gewählt. Nicht in einem nahe liegenden Grün – „das wäre zu dekorativ“, sondern in einem leuchtenden Blau ließ sie die „Sinnbilder von Ruhe und Stärke“ auf die Acrylglasplatten drucken. „Zum einen kann sich das kräftige Blau gegenüber der massiven Architektur durchsetzen“, erklärte die studierte Künstlerin ihr Farbkonzept. Zum anderen sei Blau die Farbe des Himmels, des Wasser und der Ruhe – für ein Krankenhaus durchaus passend.

Die drei Spiegel dienten der Verbindung zwischen Alt- und Neubau und stünden für Selbstreflexion. Sie wünsche sich „das Kunstwerk als neue Ebene der Kommunikation“ und dankte dem Verein zur Förderung der Kunst für dessen Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen.

„Unser Verein feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen“, nannte Babett Schwede-Oldehus die Gründe für Anstoß und Finanzierung des dauerhaft im FEK installierten Kunstwerks. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, spiele die Förderung von Kunst im öffentlichen Raum eine zentrale Rolle im 130 Mitglieder zählenden Verein. „Anlässlich unseres dreißigjährigen Jubiläums 2007 übernahmen wir die Initiative zur Realisierung der Ausstellung ,Nordskulptur : Licht‘, zum aktuellen Jubiläum haben wir uns das Krankenhaus zur Kunstvermittlung ausgesucht und eine Künstlerin der Stadt gewinnen können. Das ist wunderbar“, sagte die Vorsitzende.

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