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Holsteinischer Courier

20. November 2017 | 20:25 Uhr

Ermittler : Schwarzarbeit hat weiter Konjunktur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ermittlungsgruppe der Kreise Plön, Ostholstein und der Stadt Neumünster stellte 2013 wieder zahlreiche Rechtsverstöße auf Baustellen und in Betrieben fest.

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erstellt am 19.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Wer erwartet hatte, dass sich bei der anhaltend guten konjunkturellen Lage die Schwarzarbeit zurück entwickelt, liegt falsch. Das zeigt der jetzt vorgelegte Jahresbericht der gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Kreise Plön, Ostholstein und der Stadt Neumünster. Sie feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Dienstjubiläum, Neumünster ist seit 2008 dabei.

Die Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (EGS) prüfte im vergangenen Jahr fast 2000 Baustellen und Betriebe und stellte dabei erneut viele Rechtsverstöße fest. Von den 202 eingeleiteten Ermittlungsverfahren entfielen 130 auf den Kreis Ostholstein, 45 auf den Kreis Plön und 27 auf Neumünster. 17 Verfahren und 89 Hinweise wurden an andere Ermittlungsbehörden abgegeben, etwa bei den Jobcentern, beim Zoll, der Steuerfahndung oder auch an die Staatsanwaltschaft. Die 2013 festgesetzten Bußgeldbescheide summieren sich auf mehr als 181 000 Euro.

Die Schwerpunkte der Kontrollen auch am Wochenende betrafen wie in den Vorjahren das Bauhauptgewerbe und die Dienstleistungsbranche. Vor allem Dachdecker, Zimmerer, Maurer und Betonbauer wurden bei den Schwerpunktkontrollen von EGS und Zoll unter die Lupe genommen. „Eine nicht unbedeutende Anzahl von Verfahren kam über Anzeigen aus der Bevölkerung sowie von Firmen, Behörden und anderen Institutionen zu Stande“, sagte der Leiter der Ermittlungsgruppe, Martin Boesmann.

Als es nach dem langen Winter im April 2013 auf dem Bau wieder losging, war auch die Ermittlungsgruppe auf diversen Baustellen in der Stadt mit mehreren Großkontrollen zur Stelle. Im Juli gab es gemeinsam mit der Kripo in Neumünster Durchsuchungen im Bereich der gewerbsmäßigen Prostitution. Im September war dann wieder der Bau der Schwerpunkt. „Schwarzarbeit gefährdet die ehrlichen Betriebe “, sagte Kreishandwerksmeister Michael Kahl. Er hat seinen Betrieb in Bad Bramstedt und hofft, dass sich der Kreis Segeberg der Ermittlungsgruppe anschließt.

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