zur Navigation springen

Neues Gewerbegebiet : Schutzstreifen: Beirat fordert Nachbesserung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Radweg ins Gewerbegebiet Eichhofpark bleibt umstritten.

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Der vom Stadtteilbeirat Gartenstadt geforderte Radweg in das Gewerbegebiet Eichhofpark an der (alten) Rendsburger Straße sorgt weiter für Gesprächsbedarf. „Es ist ein Unding, so viele Arbeitsplätze zu schaffen und nicht zu überlegen, wie die Fußgänger und Radfahrer dort hinkommen sollen“, stellte Kurt Feldmann-Jäger (SPD) auf der Sitzung am Dienstagabend fest.

Der Bauausschuss hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, anstelle eines Radweges einen Schutzstreifen für Fahrräder auf der Straße zu markieren (der Courier berichtete). Gundula Schuhmacher vom Fachdienst Tiefbau hob auf der Sitzung noch einmal die Vorteile im Vergleich zu einem „richtigen“ Radweg hervor: „Der finanzielle Aufwand ist gering, es finden keine Eingriffe in die Umwelt statt und es sind keine langwierigen Genehmigungen nötig.“ Eine schnelle Lösung kann es in diesem Fall aber dennoch nicht geben, weil die aktuelle Straßenverkehrsordnung die Markierung von Schutzstreifen außerorts (noch) nicht zulässt.

Die Beiratsmitglieder sprachen sich grundsätzlich für einen beleuchteten Schutzstreifen aus. Der Knackpunkt bleibe allerdings die zeitliche Problematik. Der Vorschlag der Verwaltung berücksichtige nicht, dass die geforderte Rad- und Fußweganbindung vor einer Inbetriebnahme des Gewerbeparks sichergestellt sein müsse. Einstimmig beschloss der Beirat, die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante des Schutzstreifens abzulehnen. Stadtteilvorsteher Martin Kriese nahm an der Abstimmung nicht teil, er hatte sich für befangen erklärt. Kriese interessiert sich für ein Grundstück im Gewerbegebiet.

Gemeinsam mit dem Fahrradclub (ADFC) hatten die Beiratsmitglieder bereits selbst nach Lösungen gesucht. „Eine Variante wäre, die Position des Ortsschildes, das sich aktuell in Höhe Stoverbergskamp befindet, in Richtung Stadtgrenze zu verschieben, damit innerorts ein Schutzstreifen eingerichtet werden kann“, sagte Feldmann-Jäger. In diesem Fall wäre keine gesetzliche Änderung notwendig. Bis zur nächsten Sitzung des Stadtteilbeirats Gartenstadt erwarten die Mitglieder einen neuen zielorientierten Vorschlag der Verwaltung.

Ebenfalls einstimmig folgte der Beirat einem Antrag von Peter Scheiwe (CDU), die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, ob und mit welchem Aufwand eine barrierefreie Unterquerung der Bahntrasse „Alte Rendsburger Straße“ für Fußgänger und Radfahrer möglich ist. „Wir möchten uns später nicht selber sagen, dass wir nicht alles getan haben“, sagte Martin Kriese.

Auf SPD-Vorschlag will der Beirat die Willkommenskultur in der Gartenstadt stärken. Einstimmig wurde beschlossen, am 4. oder 5. September eine Radtour oder Veranstaltung für Neubürger zu organisieren, bei der der Stadtteil mit seinen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen präsentiert wird. Ebenfalls einig waren sich die Mitglieder, gemeinsam mit den Siedlergemeinschaften am 20. Juni von 10 bis 17 Uhr zu einem „Tag der offenen Gärten“ einzuladen. Die Besucher sollen dabei einen Einblick in die Vielfalt der Gartenkultur erhalten. Interessierte können sich bei Kurt Feldmann-Jäger, Tel. 1 48 76, oder kurt@feldmann-jaeger.de melden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen