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Landtagswahl : Schulz schwört SPD auf Wahlsieg ein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

450 Genossen und SPD-Anhänger kamen in die Stadthalle, um den SPD-Bundesvorsitzenden im Landtagswahlkampf zu hören

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Vier Tage vor der Landtagswahl am 7. Mai boten die Sozialdemokraten gestern in der Stadthalle noch einmal viel Prominenz auf. Der SPD-Bundesvorsitzende Martin Schulz sprach vor etwa 450 Genossen und Anhängern, um Ministerpräsident Torsten Albig und Neumünsters Direktkandidatin Kirsten Eickhoff-Weber den Rücken zu stärken.

Die warb mit dem Versprechen für „mehr Gerechtigkeit“ um das Kreuz bei der SPD. Neumünster sei im wirtschaftlichen Aufschwung, „doch viele haben daran nicht teil“, so die SPD-Kreisvorsitzende. Die SPD stehe für „gute Arbeit“, Bildung, die Entlastung der Familien bei den Kita-Beiträgen und bezahlbaren Wohnraum.

Landesparteichef Ralf Stegner feuerte die SPD-Mitglieder an, um jeden Wähler zu kämpfen. Kämpferisch gab sich auch Torsten Albig: „Wenn wir Neumünster gewinnen, ist das auch ein Baustein für den Sieg in Schleswig-Holstein.“ Der Wahlkampf sei „scheißkalt“ gewesen. „Aber es hat viel Spaß gemacht, von Tür zu Tür zu gehen und an zugigen Marktständen zu stehen“, so Albig: „Ich verspreche, dass wir verlässlich sind, dass wir ehrlich sind und dass wir humanitär sind.“ Das war auch auf die Flüchtlinge gemünzt. Schleswig-Holstein habe nach dem Krieg mehr als eine Million Menschen aufgenommen, „als das Land, als Neumünster anders aussahen“. Martin Schulz sei wie ein Blitz über die SPD gekommen, habe Kraft, Motivation und Selbstbewusstsein gebracht.

Der dankte für die Blumen und warb für eine „Gesellschaft, die auf gegenseitigem Respekt und Toleranz aufgebaut ist. Dafür steht diese Landesregierung“. Schulz wandte sich gegen die, die die Menschen auseinandertreiben und wieder Schlagbäume in Europa errichten wollen. „Diese Frau (gemeint ist Marine Le Pen) und eben diese Partei, die auch in Deutschland kandidiert als deutscher Ableger des Front National. Diese Partei ist keine Alternative für Deutschland, sie ist eine Schande für die Bundesrepublik und gehört in keinen Landtag“, sagte Schulz unter großem Applaus.

Die Erinnerung an seinen Besuch im Bahn-Ausbesserungswerk kurz nach seiner Nominierung sei noch frisch. Schulz: „Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann. Ich kann nicht versprechen, dass das Werk bleibt, aber dass ich alles dafür tun werde. Applaus. Schulz: „Ich bin zuversichtlich, dass Torsten Albig das Land auch in den kommenden fünf Jahren führen wird.“ Und noch ein Bonmot. „Kann einer mit Bart und ohne Abitur Kanzler werden? Ja, ist möglich.“ Applaus.

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