Schulsozialarbeit: Mehr Betreuung in Problemvierteln

Stadt sortiert die sozialpädagogische Betreuung für Neumünsters Schulen neu / 700 000 Euro aus Landesmitteln stehen zur Verfügung

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08. Juli 2015, 14:01 Uhr

Die Schulsozialarbeit in der Stadt wird neu geordnet. Im Jugendhilfeausschuss erklärte die Stadt jetzt, in welchem Umfang sie die Schulen und Schüler bei der Bewältigung von Schulproblemen und Konflikten künftig unterstützen will.

Nachdem sich der Bund aus der Finanzierung der Schulsozialarbeit zurückgezogen hat, steht jetzt das Land für die Finanzierung ein. Neumünster soll für diese Aufgabe in den kommenden Jahren jeweils rund 700 000 Euro erhalten.

Um die damit zu finanzierenden Betreuungszeiten möglichst gerecht zu verteilen, hat die Jugendbehörde den städtischen Schulen dabei (von wenigen Sonderfällen abgesehen) jeweils ein Grundkontingent von 19,5 Wochenstunden sozialpädagogischer Betreuung zugebilligt. Das soll sicherstellen, dass der Sozialarbeiter tatsächlich an der Schule präsent sein kann und nicht nur sporadisch vorbeischaut.

Stundenzuschläge gibt es für besonders große Schulen, Schulen, die in schwierigen Sozialräumen liegen, und Schulen, die aufgrund besonders großer Leistungsunterschiede in ihrer Schülerschaft besonders großen Integrationsaufwand betreiben müssen.

Nach diesem Schlüssel haben Neumünsters Schulen künftig Anspruch auf folgende Stundenkontigente sozialpädagogischer Betreuung:

>Grundschule Gadeland: 19,5 Stunden.

>Grundschule Wittorf: 19,5 Stunden

> Timm-Kröger-Schule: 19,5 Stunden

>Mühlenhofschule: 25 Stunden

>Grundschule an der Schwale: 19,5 Stunden

>Johann-Hinrich-Fehrs-Schule: 25 Stunden

>Gartenstadtschule: 19,5 Stunden

> Pestalozzischule: 19,5 Stunden

> Rudolf-Tonner-Schule: 19,5 Stunden

> Vicelinschule: 25 Stunden

> Gemeinschaftsschule Einfeld: 32 Stunden

> Freiherr-vom Stein-Schule: 32 Stunden

> Hans-Böckler-Schule: 32 Stunden

> Wilhelm-Tanck-Schule: 32 Stunden

> Alexander-von-Humboldt-Schule: 27 Stunden

> Holstenschule: 27 Stunden

> Immanuel-Kant-Schule: 27 Stunden

> Klaus-Groth-Schule: 27 Stunden.

Ein Sonderfall ist die Helene-Lange-Schule, die zum 30. Juni 2017 den Schulbetrieb einstellt. Sie hat Anspruch auf 19,5 Stunden Betreuung, die weiterhin aus Bundesmitteln finanziert werden. Noch offen ist die Betreuung an den drei Regionalen Bildungszentren (Knapp-, Litt- und Lehmkuhlschule). Die Stadt will mit den RBZ über einen Ausbau der Betreuung verhandeln.

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