zur Navigation springen

Schulmittelfonds – der Bedarf wird größer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

145 Kinder wurden zum Einschulungstermin 2015/16 mit Schulranzen, Schulrucksäcken und Turnschuhen aus dem Schulmittelfonds unterstützt. Das geht aus dem Jahresbericht des Familienbüros hervor. Die Einrichtung der Diakonie Altholstein wurde im Sommer 2015 von der Stadt mit der Organisation und Verwaltung des Fonds betraut. Zuvor war der Fonds beim Kinderschutzbund angesiedelt.

10  000 Euro stehen jährlich bereit, um einkommensschwache Familien in Neumünster bei der Einschulung ihrer Kinder zu unterstützen. Neben Ranzen und Hallenturnschuhen für den Sportunterricht werden im Bedarfsfall auch weitere Materialien ausgegeben.

Die Familien müssen für die neuwertigen Schulranzen einen Eigenanteil von 20 Euro bezahlen. Formulare für Zuschüsse aus dem Fonds gibt es in den Kindertagesstätten, die auch den konkreten Bedarf bestätigen müssen. In Einzelfällen stellt aber auch das Familienbüro anhand von Bewilligungsbescheiden des Jobcenters oder durch Einkommensnachweise die Bedürftigkeit fest.

In der Praxis werden Gutscheine für Schulranzen der neuen Erstklässler ausgestellt, die im Sozialkaufhaus der Diakonie im Parkcenter eingelöst werden können. Die Gutscheine für die Turnschuhe sind bei Karstadt einzulösen, Schulrucksäcke werden direkt beim Familienbüro vergeben.

Bei der Übertragung des Schulmittelfonds an die Diakonie wurde der Bestand des Kinderschutzbundes mit mehr als 100 Schulranzen übernommen. Beim Kauf neuer Ranzen werde auf die Qualität geachtet. „Nach unseren Erfahrungen ist die Vergabe von nicht strapazierfähigen Ranzen keine nachhaltige Lösung, denn es können erneut Kosten entstehen, die durch Qualität zu vermeiden wären“, heißt es im Bericht.

Die Praxis bei der Vergabe der gekauften Schulmittel sei zielführend, heißt es vom Familienbüro: „Alle Beteiligten werden entsprechend ihres Bedarfs unterstützt.“ Ein beachtlicher Teil der Antragsteller seien alleinerziehende Frauen, viele Familien hätten einen Migrationshintergrund. Und zu einem großen Teil werden die Kinder, die Unterstützung aus dem Schulmittelfonds erfahren, in den drei Brennpunktschulen Vicelinschule, Mühlenhofschule und Johann-Hinrich-Fehrs-Schule eingeschult.

Für dieses Jahr schätzen die Verantwortlichen im Familienbüro den Bedarf höher ein und rechnen mit 110 Paar Turnschuhen, 30 Rucksäcken und 160 Schulranzen. Durch mehr Öffentlichkeitsarbeit sollen auch mehr Spenden eingeworben werden.  

zur Startseite

von
erstellt am 07.Apr.2016 | 11:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen