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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 08:12 Uhr

Schulen sollen zusammenarbeiten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schulrätin Liske Salden verlässt Neumünster und geht nach Chile / Kooperation von Elly-Heuss-Knapp-Schule und dem Kin ist angedacht

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 11:37 Uhr

Die Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport begann am Donnerstagabend mit einem Paukenschlag, als der Vorsitzende Bernd Delfs (SPD) der Schulrätin Liske Salden das Wort erteilte. Die teilte überraschend mit, sie werde Neumünster Ende Juli verlassen.

„Ich habe noch einmal die Chance, ins Ausland zu gehen, und das möchte ich nutzen“, sagte die Schulrätin. Sie werde am 1. August die Leitung einer deutschen Schule in Valdivia in Chile übernehmen. In Süd- und Mittelamerika kennt Liske Salden sich aus: Von 1987 bis 1995 wirkte sie als Lehrerin und Konrektorin an einer der vier deutschen Schulen in Mexico-City, von 2000 bis Anfang 2006 am Lehrerbildungsinstitut in Santiago de Chile. Seit 2007 wirkt die 59-jährige gebürtige Neumünsteranerin als Schulrätin hier.

Liske Salden sagte, über diese Chance sei sie einerseits glücklich, aber: „Ich empfinde auch viel Wehmut, Neumünster wieder zu verlassen.“ Bernd Delfs dankte im Namen des Ausschusses, fand lobende Worte für die offene und konstruktive Zusammenarbeit – und erhielt dafür viel Zustimmung aus dem Ausschuss. Die Stelle der Schulrätin wird nun neu ausgeschrieben.

Der Ausschuss stimmte einem Antrag der SPD-Fraktion zu, wonach die Elly-Heuss-Knapp-Schule und das Konserveninstitut „Kompetenz in Nahrungsmitteln“ (Kin) künftig zusammenarbeiten sollen. Die Mitglieder sehen hier die Chance auf eine Win-Win-Situation für beide Schulen und die Stadt.

Die Ausbildung von Biologisch-Technischen Assistenten und das Oberstufenprofil Biotechnologie sind derzeit noch in beengten Räumen in der Kösterschen Fabrik am Haart einquartiert, kommen aber wegen stetig steigender Schülerzahlen in Platznot (der Courier berichtete). Statt eines teuren Neubaus am EHKS-Standort Riemenschneiderstraße soll nun durchdacht werden, ob Räume und Laborkapazitäten in der Fachschule des Kin an der Wasbeker Straße mitgenutzt werden können. So könnten zusätzliche Fördermittel eingeworben und vielleicht auch eine Zusammenarbeit mit Hochschulen angeschoben werden.

Der Leiter der EHKS, Jörg Leppin, konnte der Idee durchaus etwas abgewinnen. „Wir sind aufgeschlossen für eine Kooperation mit dem Kin“, sagte er als Gast im Ausschuss. Man könne sich aber auch einen Ausbau der Räume am Haart vorstellen, und ein Neubau an der Riemenschneiderstraße wäre für die Schule die beste Lösung. Die EHKS sei aber offen und werde sich an einem Konzept beteiligen. Ähnlich äußerte sich auch die Leiterin der Kin-Fachschule, Gudula Apfelt. Sie sah durchaus die Chance für Synergie-Effekte.

Der Antrag der SPD bekam eine knappe Mehrheit im Ausschuss (5 Ja, 4 Nein, 1 Enthaltung), ein Änderungsantrag der CDU kam auf 4 Ja, 4 Nein und 2 Enthaltungen. Mit diesem Bild geht der Ausschuss in die Sitzung der Ratsversammlung am 3. Juni, die die endgültige Entscheidung zu treffen hat.

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