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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 16:04 Uhr

Glasfaser : Schulen gehen ans schnelle Netz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vertrag zwischen Stadt und Stadtwerken sichert den vorzeitigen Breitbandausbau für 55 Einrichtungen der Stadt

Neumünster | Stadt und Stadtwerke SWN machen die Schulen und Kitas fit für die Zukunft – und die bedeutet heute: schnelles Internet. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und SWN-Chef Matthias Trunk unterzeichneten gestern in der Immanuel-Kant-Schule den Vertrag, der bis Ende 2019 insgesamt 55 Schulen und andere Einrichtungen der Stadt an das ultraschnelle Glasfasernetz der Stadtwerke bringt.

Als eine der ersten Schulen wird die Kant-Schule eine solche Datenleitung mit einer Leistung von einem Gigabit, also 1000 Megabit pro Sekunde, bekommen. Die DSL-Technik mit herkömmlichen Kupferkabeln kommt auf Bandbreiten von bestenfalls 16 Megabit. „Wenn wir mit vielen Gruppen am Netz sind, wird es eng“, sagte Schulleiterin Elke Jönsson und betonte: „Wir nutzen das Internet sehr umfangreich im Unterricht.“ Die Kant-Schule hat einen Informatik-Schwerpunkt. „Da braucht es einen schnellen Zugang, sonst verlieren die Schüler die Motivation“, so Jönsson.

„Noch in diesem Jahr werden elf weitere Schulen sowie die Stadtteilbücherei Einfeld angeschlossen“, versprach Trunk. Damit sei Neumünster in Deutschland eine der ersten Städte, die so konsequent auf diese Zukunftstechnologie setze. Zwei Millionen Euro investieren die Stadtwerke in das Projekt. Die Stadt beteiligt sich von 2016 bis 2019 mit gut 160  000 Euro an den Kapitalkosten für den vorgezogenen Ausbau des SWN-Netzes. „Das ist gut angelegtes Geld“, sagte Tauras und dankte den SWN für die Flexibilität. Das Problem: Die Schulen liegen nur selten wie in Tungendorf oder Einfeld im Gebiet der Ausbauplanung für das Glasfasernetz.

Die Kant-Schule wird vom Gefahrenabwehrzentrum in der früheren Hindenburg-Kaserne aus angeschlossen. Bis dort reicht das stadteigene Lichtwellenleiternetz. Aber eben mit einem Glasfaserkabel der Stadtwerke, das dann bei der späteren Erschließung des Gebiets für die Bürger mitgenutzt werden kann. Doppelte Strukturen und Leitungen werden so vermieden – und das „zu einem konkurrenzlos günstigen Preis für die Stadt“, wie Trunk betonte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Datensicherheit, betonte Hans-Joachim Haupt von den EDV-Diensten der Stadt. Die Schul- und Schülerdaten und die Anbindung an das städtische Netz müssen geschützt sein. Die Schulen und Kitas werden nach einer Prioritätenliste angeschlossen. Die Glaserfasertechnologie ist zukunftssicher auch für noch höhere Bandbreiten, sagte Trunk. Tauras „Wir schaffen so eine nachhaltige Infrastruktur.“

Kommentar von Rolf Ziehm:

Internet ist im Unterricht unverzichtbar

Kreidelose Tafeln mit Anschluss an das World Wide Web und Lehrfilme auf Youtube sind schon heute Standard im Schulunterricht. Das digitale Klassenzimmer hat  an  vielen Schulen Einzug gehalten, und das Ende der Entwicklung ist noch längst nicht absehbar. So viel ist sicher: Das Internet hat Schule radikal verändert und bietet ungeahnte Möglichkeiten des Lernens und des weltweiten Wissenstranfers und Austausches mit anderen.

Doch es gibt einen begrenzenden Faktor: Herkömmliche Netze mit Kupferkabeln können die Datenmengen nicht mehr bewältigen und sind mit ihren langsamen  Übertragungsraten veraltet. Das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Stadttochter SWN setzt mit dem Glasfaser-Breitbandnetz auf die richtige Zukunftstechnologie. Der Ausbau des Netzes in der Stadt ist gut investiertes Geld.

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erstellt am 02.Mär.2016 | 08:00 Uhr

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