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Schulmesse : Schulen bringen Schüler und Eltern ins Staunen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Leistungsschau in den Holstenhallen erfreut sich immer größerer Beliebtheit

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erstellt am 05.Feb.2016 | 07:45 Uhr

Neumünster | Neumünster   Die Schulmesse in den Holstenhallen kommt immer besser an:  Hunderte von Schülern und deren Eltern drängten sich gestern Nachmittag  bereits kurz nach Eröffnung um 17 Uhr durch die Eingänge der Holstenhalle 2, um sich  über die unterschiedlichsten Schullaufbahnen, Bildungsschwerpunkt und Schulprofile schlau zu machen.  Bis zum Abend waren fast 1000 Besucher.

Fach- oder Vollabitur? Gemeinschaftsschule mit oder ohne Gymnasialstufe?  Oder doch lieber  Gymnasium pur? – Alle elf weiterführenden Schulen Neumünsters sowie die Regionalen Bildungszentren wetteiferten  um die Gunst von Eltern und Schülern – und das zum Teil überaus einfallsreich:  Hilal Koyuncu und Bila Zabeti, Oberstufenschülerinnen an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld,  warben als stolze Römerin und mittelalterliche Nonne kostümiert für das Geschichtsprofil  ihrer Schule.  Tenor: Geschichte lebt und kann ungeheuer spaßig und spannend sein.

Mohamad Tural, Klassensprecher einer 10. Klasse der Walther-Lehmkuhl-Schule, verteilte unaufhörlich Faltblätter mit dem ausgefeilten Ganztagsprogramm seiner Schule: „Ist doch viel besser, wenn wir als Schüler  Schüler werben, wir sagen  ehrlich  unsere Meinung über unsere Schule, versicherte Mohamad, der von seiner Schule überzeugt ist. Humboldt-Schule und Klaus-Groth-Schule schickten kleine Chemie-Laborantinnen oder Mitglieder ihrer  Technik- und Robot-AGs  ins Rennen, um mit ihren  naturwissenschaftlichen und mathematisch-technischen Schwerpunkten zu punkten. Eltern und Schüler durften gleichermaßen staunen.

„Wir können hier nicht alle Fragen zu allen Schulen beantworten, aber den Eltern vielleicht einen ersten Überblick geben “, erklärte Britta Häger  vom Fachdienst Schule  Sinn und Zweck der bunten Leistungsschau.

Sie erkannte aber noch einen weiteren Effekt der Schulmesse: „Die Kinder wollen bei der Wahl der Schule immer häufiger aktiv mitbestimmen und  können auf der Messe fleißig Argumente sammeln.“

STANDPUNKT

Keine Frage, die Schulmesse in der Holstenhalle hat sich zu einem echten Renner entwickelt.  Immer mehr Schüler (und ihre Eltern) nutzen die Möglichkeit, sich vorab über die weitere Schullaufbahn schlau zu machen. Das müssen sie auch, denn nie zuvor  war die Auswahl der Wege, die in die berufliche Karriere münden sollen, so vielfältig wie heute. Schulen stehen inzwischen in einem gesunden Wettbewerb, bieten unterschiedlichste Schwerpunkte und Profile an, aus denen sich jeder  je nach eigenen Stärken und Schwächen seinen eigenen Weg herauspicken und hoffentlich glücklich werden kann. Gut so!

Allerdings hat diese Freiheit auch einen Preis. Seit  dem Wegfall der   Schulübergangsempfehlungen im vergangenen Jahr steigen die Anmeldezahlen an den Gymnasien stark   an. Abi – Studium – das erscheint vielen Eltern offenbar noch immer als der Königsweg, um ihre Kinder auf die Karriereleiter zu schieben. Leider!   Dabei gibt es  – wie gesagt – haufenweise Nebenwege, die ebenso ans Ziel  führen. Das  Handwerk, um nur ein Beispiel zu nennen, wird das nur zu gern bestätigen. Allerdings muss man  – siehe oben – diese Wege  auch suchen und finden.

Die große Freiheit der Schulwahl, wird nur für die zum Erfolg, die auch bereit sind, sich zu informieren. Dazu gehört dann vielleicht auch, die  Lehrer vielleicht doch mal zu fragen, wie sich der Nachwuchs  in der Schule denn  macht.

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