Neumünster : Schule wird zum Bürogebäude

Die Helene-Lange-Schule wird ab August nicht mehr für den Schulbetrieb gebraucht.
Die Helene-Lange-Schule wird ab August nicht mehr für den Schulbetrieb gebraucht.

Hochbauverwaltung zieht in Helene-Lange-Schule ein.

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28. Juni 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Die Helene-Lange-Schule (Hela) an der Roonstraße wird ab August nicht mehr für den Schulbetrieb gebraucht. Das eröffnet der Stadtverwaltung Möglichkeiten, den akuten Raummangel kurzfristig in einem eigenen Gebäude zu decken.

„Wir wollen die Helene-Lange-Schule zunächst provisorisch für 30 Mitarbeiter der Stadtverwaltung umbauen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras am Dienstagabend im Hauptausschuss der Ratsversammlung. Gedacht sei dabei an die bislang im Stadthaus an der Brachenfelder Straße angesiedelte Hochbauabteilung. „Das ist eine Abteilung mit relativ wenig Publikumsverkehr“, sagte Tauras. Das Vorgehen werde einen Dominoeffekt in der Verwaltung auslösen, denn die frei werdenden Räume im Stadthaus werden natürlich von anderen Sparten der Veraltung genutzt.

Der Umbau der Helene-Lange-Schule zu Verwaltungsbüros könne kurzfristig mit einem Investitionsvolumen von zirka 100 000 Euro umgesetzt werden, schätzt die Stadt. Die Anmietung von Büroräumen für 30 Mitarbeiter würde 90 000 Euro kosten – aber das Jahr für Jahr.

Mit dem jetzt eingeschlagenen Weg reagiert die Stadtverwaltung auf den Ratsbeschluss vom 27. März dieses Jahres (der Courier berichtete). Er sieht eine Analyse des kurz-, mittel- und langfristigen Raumbedarfs vor und verlangt ausdrücklich, dass die Stadt keine weiteren Flächen anmietet und sogar bestehende reduziert.

Die Helene-Lange-Schule wäre zwar eine weitere ausgegliederte Einheit der Verwaltung und habe auch keinen barrierefreien Zugang. Doch aus Sicht der Verwaltung überwiegen die Vorteile. Das denkmalgeschützte Gebäude gehört der Stadt und würde sinnvoll genutzt. Es ist per Bus und zu Fuß vom Bahnhof aus gut erreichbar, die Entfernung zum zentralen Rathaus sei angemessen. Als weiteres Plus werden in der Ausschuss-Vorlage die vorhandenen Stellplätze für Dienstwagen und die Pkw der Mitarbeiter aufgeführt. Das Gebäude ist zudem mit einem modernen Glasfaseranschluss versehen und mit dem zentralen Netz der Stadt verbunden.

Mit einer längerfristigen Perspektive für die Hela will sich die Stadt nach der Sommerpause befassen und hat dafür ein externes Büro beauftragt. „Bei einem größeren Umbau der Hela sind auch 100 Mitarbeiter denkbar“, so Tauras.

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