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Schule Einfeld: Die Politik hat immer noch Fragen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Politiker kritisierten im Hauptausschuss die Verwaltung, weil ihnen weitere Informationen fehlten

von
erstellt am 21.Mär.2015 | 11:38 Uhr

Das letzte Wort über den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld ist offenbar noch lange nicht gesprochen. Der Hauptausschuss hat das Thema in seiner Sitzung am Dienstagabend wie geplant zur Kenntnis genommen, aber gleichzeitig hagelte es ungewöhnlich heftige Kritik an der Verwaltung. Gleichzeitig offenbarte sich ein sehr unterschiedliches Erinnerungsvermögen.

Die Verwaltung will (und muss) sich von der Politik die im Haushalt gesperrten Gelder für den Neubau freigeben lassen, um weitermachen zu können. Sie favorisiert dabei eine dreizügige Ausrichtung der Gemeinschaftsschule mit entsprechendem Raumbedarf samt Kosten. Es geht dabei um bis zu 11,14 Millionen Euro, die für den Bau im Haushaltsplan stehen (der Courier berichtete).

Der Antrag brachte Uwe Döring (SPD) auf die Zinne. Man habe die Mittel im Dezember gesperrt, weil man neue, genauere Planungen sehen wolle – und die gebe es immer noch nicht. „Ich fühle mich von der Verwaltung veräppelt. Drei Monate lang ist nichts passiert, und nun soll die Politik die Gelder freigeben.“ Auch Gerd Kühl (CDU) bekannte, ihm platze gleich der Kragen.

Sein Parteikollege Hauke Hahn erinnerte das anders („Der Rat hat keinen Auftrag für eine neue Planung gegeben“), und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras wusste auch nichts von einem solchen Beschluss. „Wir haben ihnen alle Informationen gegeben, und aus unserer Sicht sind alle Fragen geklärt. Die Politik muss entscheiden“, sagte Tauras.

Döring und Kühl versicherten beide, dass sie den Neubau der Schule wollten, aber sie forderten auch, dass den Fachausschüssen eine neue Planung vorgelegt werden solle – gemeint sind der Bau- und der Kulturausschuss, die sich heute Abend mit der Schule beschäftigen und ein Votum abgeben sollen. Endgültig fällt die Entscheidung in der Ratsversammlung am 31. März.

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