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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Bauplanung : Schulbau in Einfeld wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

11,14 Millionen will die Stadt in die Schule investieren. Seit Februar sind die Kosten um 690.000 Euro geklettert

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Die Planung ist noch nicht verabschiedet, an Ausschreibungen oder gar Baubeginn noch nicht zu denken – aber die Kosten für den geplanten Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld sind seit der Schätzung im Februar schon gestiegen. Sie liegen jetzt bei 9,14 Millionen Euro und damit um 690 000 Euro über Plan. Das wurde am Dienstagabend im Hauptausschuss bekannt und prompt kritisiert.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Döring äußerte sich verwundert und verärgert über diese Kostensteigerung. „Wir brauchen bitte sehr präzise und belastbare Zahlen und müssen uns das ganz genau anschauen. Notfalls kann die Entscheidung erst in den Haushaltsberatungen fallen“, sagte Döring. Auch Gerd Kühl (CDU) äußerte sich kritisch über die gestiegenen und grundsätzlich sehr hohen Kosten.

Das Raumprogramm für die Einfelder Schule sieht eine 2,5-zügige Grund- und eine 3-zügige Gemeinschaftsschule vor. Die Grundschule bekommt einen zweigeschossigen Neubau mit zwölf Klassen- sowie weiteren Räumen, die Gemeinschaftsschule einen zweigeschossigen Neubau mit 14 Klassen- und Nebenräumen. Die Mehrkosten sind hauptsächlich entstanden, weil das Gebäude der Gemeinschaftsschule vergrößert wurde: Ein zweites Treppenhaus ist nötig (Brandschutz), vier zusätzliche Technikräume, jeweils ein Raum für die Betreuung von behinderten Schülern, und ein Haustechnikraum für ein Blockheizkraftwerk wurden ebenfalls nachgerüstet.

Weitere zwei Millionen Euro will die Stadt in die Sanierung und den Umbau des Fachklassen- und Verwaltungstraktes investieren. Der erste Abschnitt, die energetische Sanierung, läuft bereits. Insgesamt sollen bis 2017 also 11,1 Millionen Euro in die Einfelder Schule fließen. 2013 wurde bereits die neue Mensa (720 000 Euro) eröffnet.

Fast schon traditionell musste die Stadtverwaltung Kritik für die neueste Fassung der Straßenreinigungssatzung einstecken. Die SPD-Vertreter im Ausschuss mahnten eine bessere Beteiligung der Stadtteilbeiräte an. „Letztes Mal gab es Riesenärger, und die Stadt ist schon mehrfach von externen Experten vorgeführt worden“, mahnten Andreas Kluckhuhn und Arno Jahner an.

Das neue Förderprogramm „Jung kauft alt“ wurde vom Ausschuss zur Kenntnis genommen, wird aber noch im Bau- und im Finanzausschuss diskutiert. Wenn junge Leute ein altes Haus (ab 35 Jahren) kaufen wollen, können sie dafür unter gewissen Umständen einen Zuschuss von der Stadt bekommen (der Courier berichtete). Der Ausschuss möchte aber noch geklärt wissen, was genau es heißt, dass „junge Paare, Familien mit Kindern und sonstige Interessierte“ dafür in Frage kommen. Kritik meldeten Uwe Döring und Esther Hartmann (Bündnis für Bürger) an der geplanten Finanzierung des Programms an: Den Vorschlag der Verwaltung, die 50 000 Euro dafür bei den „Planungskosten Stadtentwicklung“ einzusparen, lehnen sie ab.

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