Bad am Stadtwald : Schulausschuss sagt Ja zum Umbau

Das bisherige Sportbecken (vorne) würde mit der neu geplanten Halle direkt an die Umkleiden (hinten grün im Bild) heranrücken und den Platz mit dem Nichtschwimmerbecken (hinten) tauschen. Der Sprungturm und das Sprungbecken bleiben an Ort und Stelle.
Das bisherige Sportbecken (vorne) würde mit der neu geplanten Halle direkt an die Umkleiden (hinten grün im Bild) heranrücken und den Platz mit dem Nichtschwimmerbecken (hinten) tauschen. Der Sprungturm und das Sprungbecken bleiben an Ort und Stelle.

Stadtwerke wollen 11,5 Millionen Euro investieren. KSV-Sonderverbandstag soll den bis 2037 laufenden Schwimmvertrag absegnen.

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04. Juli 2015, 13:00 Uhr

Neumünster | Konkrete Planskizzen zum Umbau des Bades am Stadtwald wollte dessen Leiter Tom Keidel dem Schul-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstag noch nicht vorlegen. Das fände er unseriös vor der Sitzung der Ratsversammlung am 14. Juli, sagte Keidel. Der Rat soll für das 11,5-Millionen-Projekt der Stadtwerke erst grünes Licht geben.

Mit dem einstimmigen Ja zum Vertrag über das Schul- und Vereinsschwimmen und dessen städtische Förderung stellten die Ausschussmitglieder aber schon wichtige Weichen dafür. Der Kreissportverband will sich auf einem außerordentlichen Verbandstag am 15. Juli zwar noch das Votum seiner Mitgliedsvereine für den über 20 Jahre und damit ungewöhnlich lang laufenden Vertrag holen. Aber das scheint eine Formsache zu sein.

Die Schüler und Sportler sind wichtige Kunden im Bad am Stadtwald. Mit 81  000 oder 18 Prozent machen sie einen Großteil der jährlich etwa 450  000 Besucher aus. „Wir glauben an das Projekt, das nicht nur das Bad, sondern auch die Stadt aufwertet“, so Keidel. Die Stadtwerke planen eine neue, feste und ganzjährig nutzbare Halle.

Die Traglufthalle, die seit 2006 als Ersatz für das Klosterbad das Sportbecken überdacht, hat sich nämlich als fragiles Gebilde erwiesen, wie Orkan Christian im Jahr 2013 zeigte. Der Auf- und Abbau dauert jeweils zwei bis drei Wochen und kostet 63  000 Euro. „Der Energieverbrauch ist ökologisch fragwürdig, und die Genehmigungsverfahren werden immer komplizierter“, nannte Keidel weitere Argumente gegen die Traglufthalle. Für die aktuellen Neubaupläne spricht auch der Sanierungsbedarf: Die Außenbecken stammen aus dem Jahr 1971 und weisen immer mehr Schäden an den Fliesen auf.

Idee der SWN ist der Bau einer festen Schwimmhalle mit ein oder auch zwei Glasfronten an den Seiten, die im Sommer auch geöffnet werden können. Durch reduzierte Wasserflächen – Keidel: „Wir sind überdimensioniert“ – könnte auch Energie gespart werden. Der Hallenneubau mit dem 50-Meter-Sportbecken soll direkt an die Umkleiden grenzen, an Stelle des alten Sportbeckens soll ein kleineres Nichtschwimmerbecken rücken. Beide würden so quasi die Plätze tauschen. Das Sprungbecken soll zwar saniert, aus Kostengründen aber an alter Stelle bleiben.

Der Zeitplan sieht einen Umbau in zwei Schritten bis Herbst 2017 vor. „Dafür muss aber jetzt im Juli 2015 das Planungsverfahren beginnen“, sagte Keidel.

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