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Holsteinischer Courier

19. November 2017 | 22:50 Uhr

Schulassistenz: Die Wasbeker machen es selbst

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Besetzung der Stellen soll so einfacher werden

Die Landesregierung hat beschlossen, die schulische Assistenz als Unterstützung neben der Schulsozialarbeit, der Schulbegleitung und der Sonderpädagogik einzuführen. Deswegen beschäftigte sich der Schulausschuss des Schulverbandes Wasbek auf seiner Sitzung am Montagabend mit dem Thema der Trägerschaft für die Mitarbeiter. In Wasbek soll alles in einer Hand bleiben.

Zu Wahl stehen den Schulträgern drei Optionen. So kann die Anstellung direkt über den jeweiligen Schulträger erfolgen. Hier erstattet dann das Land mit einer Pauschale in Höhe von 125 Euro pro Kind die Kosten. Für Wasbek kämen so zum Beispiel 23 500 Euro zusammen.

Die schulische Assistenz kann jedoch auch vom Schulverband bei freien Trägern wie zum Beispiel der Arbeiterwohlfahrt (Awo) eingekauft werden. Und als dritte Möglichkeit würde auf Wunsch auch das Land selbst die Trägerschaft übernehmen.

Aufgrund des Beschlusses, den Wasbeker Hort in eine betreute Grundschule umzuorganisieren (der Courier berichtete), war man sich im Ausschuss schnell einig, dass man die Trägerschaft selbst in die Hand nehmen will. „Damit haben wir die Schulpädagogik, die betreute Grundschule und die Schule dann unter einem Dach. Das sei von der Verwaltung her sowie auch für die Zusammenarbeit der Kräfte sinnvoll, lautete es dazu in der Begründung. Außerdem stehe mit den Erzieherinnen, die mit ihren Aufgaben vom Hort in die betreute Grundschule wechseln werden, bereits das für die Schulassistenz benötigte, qualifizierte Personal zur Verfügung. „Damit haben wir hier schon einen großen Vorteil. Denn es sollen zwar landesweit 300 Assistenzstellen besetzt werden. Doch ob das Personal dafür überhaupt vorhanden ist, ist unklar“, erklärte die Ausschussvorsitzende Ulla von See.

In Zusammenhang mit der Einführung der betreuten Grundschule beschloss der Schulausschuss, die Verwaltung mit der Konzeption zu betrauen. Deutlich wurde in der Diskussion zu diesem Thema allerdings auch, dass es noch eine ganze Reihe an Detailfragen zu besprechen gibt. Unter anderem merkte die Schulleiterin der Hermann-Claudius-Schule, Susanne Allais, an, dass sie die Umstrukturierung grundsätzlich begrüße. „Doch die pädagogische Konzeption bleibt wieder an der Schule hängen. Und so etwas stampft man nicht mal so eben nebenbei aus dem Boden“, erklärte sie. Um die zukünftige Schülerbetreuung in Ruhe zu planen, soll, bis auf die Zuständigkeit, deshalb erst einmal alles so bleiben, wie es ist. Für das Personal und die Eltern ändert sich also zunächst nichts. Abgeschlossen sein soll die Neuorganisation dann im zweiten Schulhalbjahr.

Als Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher berichtete Karl-Heinz Rohloff (CDU) dem Ausschuss über die Vorstellung der ersten Pläne für die neue Sporthalle im Bauausschuss (der Courier berichtete). Susanne Allais äußerte sich hierzu insbesondere sehr enttäuscht darüber, dass die Schule nicht im Arbeitskreis Bauplanung vertreten ist. „Das zeigt ja deutlich, welchen geringen Stellenwert die Mitarbeit der Schule an dem Bau hat“, erklärte sie unzufrieden. Rohloff wies diese Kritik mit dem Hinweis zurück, dass ja Ulla von See als als Vorsitzende des Schulausschusses zum Arbeitskreis gehöre. Dennoch werde man zu gegebener Zeit allen Beteiligten Gelegenheit geben, sich in die Planungen mit einzubringen, versprach er.  





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