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Neumünster : Schüsse von der Max-Johannsen-Brücke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unbekannte Täter feuerten am Wochenende auf die Schaufenster des Autohauses Heuchert an der Kieler Straße.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Unbekannte Täter haben am Wochenende auf das Autohaus Heuchert in Neumünster an der Kieler Straße geschossen. Offenbar feuerten sie von der Max-Johannsen-Brücke zehn Mal auf die Fenster des Gebäudes. Verletzt wurde niemand, doch der Schaden ist hoch. Die Polizei warnt vor der hohen Durchschlagskraft des Geschosses.

Wann die Tat genau geschah, ist noch unklar. Am Freitagabend gegen 18 Uhr war laut Geschäftsführer Peter Heuchert noch alles in Ordnung. Gestern Morgen gegen 8 Uhr entdeckten Mitarbeiter dann mehrere Einschusslöcher an den Scheiben von Ausstellungs- und Büroräumen in unmittelbarer Nähe der Max-Johannsen-Brücke und riefen die Polizei. Vier große Schaufenster im dritten Stock hielten den Geschossen zwar Stand, doch das Spezialglas wurde immens beschädigt. Deutlich ist zu sehen, wo der Schütze jeweils traf. Im vierten Stock feuerten der oder die Täter auf eine Thermopane-Verglasung Das Geschoss durchschlug die äußere Scheibe. Die Ermittler stellten eine kleine Stahlkugel sicher. Womit sie verschossen wurde, ist zurzeit noch unklar. „Es kommen sowohl eine Zwille oder Schleuder als auch andere Vorrichtungen zum Verschießen in Frage“, so Polizeisprecher Rainer Wetzel.

Sicher ist hingegen, dass der oder die Schützen auf der Max-Johannsen-Brücke gestanden haben dürften, die auf Höhe des dritten Stockwerks nur wenige Meter entfernt an den großen Schaufenstern vorbeiführt. Peter Heuchert schätzt den Schaden für das Spezialglas auf rund 9000 Euro.

Die Polizei warnte nach den Schüssen auf das Autohaus vor der Gefahr, die von solchen Taten ausgeht. „Die Durchschlagskraft des Geschosses belegt die Gefährlichkeit des Umgangs damit in der Öffentlichkeit“, erklärte Rainer Wetzel. Weitere Fälle hat es in der Stadt nach Auskunft der Polizei jedoch zurzeit nicht gegeben. Zuletzt hatte ein 18-Jähriger für einige Aufregung gesorgt, als er in der letzten Silvesternacht von der Straße aus mit einer Pistole auf die Sparkasse Südholstein an der Ecke Kieler Straße/Kuhberg feuerte. Er war später von der Polizei gefasst worden.

Peter Heuchert kann sich die Schüsse vom Wochenende bisher nicht erklären. Einen Verdacht hat der Geschäftsführer nicht. Bereits vor rund acht Jahren wurde nach seiner Aussage schon einmal auf das Gebäude gefeuert. Damals war es nur ein Schuss. „Da wollte wohl jemand was ausprobieren“, sagte Heuchert. Die neue Tat hat für ihn aber eine andere Dimension. Immerhin wurden fünf Scheiben beschädigt. Ebenso wie die Polizei hofft er deshalb auf Zeugen, die am Wochenende, wahrscheinlich nachts, etwas Verdächtiges auf der Max-Johannsen-Brücke beobachtet haben. Sie werden gebeten, sich unter Tel. 04321/9450 zu melden.

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