Belohnung ausgesetzt : Schüsse in Neumünster: Hündin Taxi geht es gut

Hündin Taxi (7) ist auf dem Wege der Besserung. Ihre Besitzerin Sandra Preuß nimmt sie liebevoll in den Arm und freut sich über die Genesung. Foto: Vaquette
Hündin Taxi (7) ist auf dem Wege der Besserung. Ihre Besitzerin Sandra Preuß nimmt sie liebevoll in den Arm und freut sich über die Genesung. Foto: Vaquette

Wer Mitte Mai in Neumünster mit einem Luftgewehr auf die Hündin Taxi schoss, ist immer noch unklar. Taxis Besitzerin Sandra Preuß hat eine Belohnung ausgesetzt.

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13. Juni 2013, 11:46 Uhr

Neumünster | Großes Aufatmen bei Sandra Preuß: Ihrer Hündin Taxi (7) geht es gut. Nach dem schlimmen Auf und Ab war Dienstag bereits der sechste Tag, an dem Taxi keine Medikamente mehr bekam. Zweite gute Nachricht: So viele Spenden sind auf dem Konto für Taxi eingegangen, dass Sandra Preuß und ihre Freundin Britta Alkenings eine Belohnung von 1000 Euro für den entscheidenden Hinweis auf den Schützen aussetzen können. "Wir hoffen sehr, dass diese Summe Menschen dazu bewegt, den Täter zu nennen", sagt Sandra Preuß.
Am 17. Mai war die Hündin bei einem Spaziergang an der Lötzener Straße in der Böcklersiedlung von einer Luftgewehrkugel getroffen worden. Mehrere Notoperationen waren nötig, und ein paar Tage lang rang Taxi um ihr Leben (der Courier berichtete).

Polizei ermittelt weiter

Der große Dank von Sandra Preuß geht an die Spender und alle, die Anteil nahmen, Leckerlis vorbeibrachten, Gute-Besserungs-Karten schickten oder sich erkundigten. "Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist", sagt Sandra Preuß mit Blick auf ihre Hündin. Die läuft wedelnd durch den Garten und futtert auch ein Leckerli nach dem anderen - ein ganz anderes Bild als noch vor zwei Wochen. Da lag sie schlapp auf der Decke, nahm auch leckeres Fleisch nicht an, so dass Sandra Preuß sich große Sorgen machte. Taxi musste zweimal täglich in die Tierklinik nach Wasbek - entweder an den Tropf oder für Schmerzspritzen. Dann wurde auf Tabletten umgestellt; jetzt nimmt Taxi keine Medikamente mehr. Es geht ihr von Tag zu Tag besser.
Geblieben ist bei Sandra Preuß aber die Angst vor dem Schützen. "Jetzt belastet mich das erst recht, beim Spaziergang gucke ich hinter jede Hecke." So geht es auch vielen Nachbarn, die beunruhigt sind. Täglich wird Sandra Preuß darauf angesprochen, ob beim Einkauf oder wenn sie den Müll runterbringt.
Die Polizei ermittelt weiter. Einige Hinweise sind hinzugekommen, aber aus ermittlungstaktischen Gründen könne man nicht mehr sagen, so Hartwig Puhlmann, Leiter des 1. Polizeireviers. Er begrüßt, dass eine Belohnung von privat ausgesetzt wird: "Das kann von Nutzen sein." Sein Appell: "Wenn man beschossen wird oder etwas beobachtet hat, sollte man sich unbedingt gleich an die Polizei wenden. Solche Angaben können immer helfen."

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