Gemeinschaftsschule Brachenfeld : Schüler wollen die Stadt kinderfreundlicher machen

Sie sammelten Ideen, um Neumünster für Kinder attraktiver zu machen: Tim (12, von links), Max (12) und Maxi (11) von der Gemeinschaftsschule Brachenfeld.
Sie sammelten Ideen, um Neumünster für Kinder attraktiver zu machen: Tim (12, von links), Max (12) und Maxi (11) von der Gemeinschaftsschule Brachenfeld.

Saubere Spielplätze, ein Jugendtreff oder ein Skaterpark in der Innenstadt stehen ganz oben auf der Wunschliste.

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17. Juli 2015, 08:30 Uhr

Neumünster | Was soll sich in Neumünster ändern, damit es den Kindern gut geht? Mit dieser Frage beschäftigten sich in dieser Woche 30 Schüler der Gemeinschaftsschule Brachenfeld. Geleitet wurde das Projekt zur politischen Beteiligung von Kinderschutzbund-Geschäftsführer Till Pfaff und der Kulturpädagogin Anna Lena Wollny.

An Ideen mangelte es den Kindern dabei nicht. Saubere Spielplätze, ein Jugendtreff für 10- bis 13-Jährige oder ein Skaterpark in der Innenstadt standen ganz oben auf der Liste. Um sich mit ihren Wünschen Gehör zu verschaffen, wandten sich die Schüler an Vertreter aus Politik und Verwaltung. „Wir haben uns beispielsweise mit dem Büroleiter des Oberbürgermeisters, dem Leiter des Jugendamts und einer Juso-Vertreterin getroffen“, erzählte Sarah (13), die sich kleinere Schulklassen wünscht.

Maxi setzt sich mit seiner Gruppe dafür ein, dass die Polizeiwagen in der Stadt künftig durch Elektroautos ersetzt werden. „Es ist unsere Umwelt und unsere Zukunft. Und wir sind der Meinung, dass die Polizei mit gutem Beispiel vorangehen sollte“, sagte der Elfjährige.

Damit es nicht nur bei Ideen bleibt, wollen die Schüler auch nach den Sommerferien an dem Projekt weiterarbeiten. „Wir werden auf jeden Fall einen Brief mit guten Argumenten an den Oberbürgermeister schicken“, kündigte Tim (12) an.

Till Pfaff zeigte sich von der Kreativität und dem Elan der Kinder begeistert: „Für mich sind im Verlauf der Woche alle zu richtigen Experten geworden. Die Schüler haben gelernt, dass ein ‚Nein‘ an einer Stelle nicht bedeutet, dass man seine Ideen gleich aufgeben muss.“

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