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„Der kleine Prinz“ : Schüler überzeugten mit Körpergefühl

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwölftklässler der Waldorfschule zeigten eine eindrucksvolle Version von „Der kleine Prinz“.

Neumünster | Rund 100 Zuschauer waren am Freitagabend in die Waldorfschule gekommen, um sich die Aufführung „Der kleine Prinz“ anzusehen. Die Schritte und Bewegungen hatten die 27 Schüler der 12. Klasse zuvor im Eurythmieunterricht einstudiert. Die Aufführung war die offizielle Abschlussveranstaltung des Unterrichts.

Eurythmie ist eine Kunst, die mit Körper und Sprache bewusst umgeht. „Durch sie soll der Text sichtbar gemacht werden. So wie ein Gedicht vertont wird, soll hier der Körper den Text wiedergeben“, sagte der Geschäftsführer der Schule und Eurythmielehrer, Frank Schade.

Bereits seit der ersten Klasse lernen die Schüler, die Wörter zu verkörpern. Dabei sollen sich die Jungen und Mädchen gemeinsam bewegen, aufeinander achten und sich selbst finden. Für jeden Ton und jeden Laut gibt es bestimmte Gesten und Schritte, die die Schüler bei der Aufführung mit absoluter Sicherheit beherrschten.

Während die Sprachgestalterin Brigitte Müller den Erzähler spielte und die Geschichte vorlas, bewegten sich die Schüler zu der Szene und den Wörtern über die Bühne. Der Erzähler berichtete, dass er mit seinem Flugzeug in der Wüste abgestürzt war. Doch da er keinen Mechaniker dabei hatte, musste er die Reparatur selbst übernehmen. Währenddessen begegnete er dem kleinen Prinzen. Die beiden kamen ins Gespräch, und der kleine Prinz erzählte von seiner Reise zu Asteroiden, der Erde und anderen Planeten, bei der er viele Menschen traf.

Zwischen den Szenen wurden Musikstücke in die Aufführung eingefügt, zu denen sich die Schüler in bunten Gewändern ausdrückten. Neben verschiedenen Stücken von Erik Satie wurde auch das Lied von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ gespielt. Stehend und mit tosendem Applaus verabschiedete das Publikum die Eurythmisten.

„Mein Mann und ich waren zwar schon fünf Mal hier, doch das ist echt die beste Aufführung“, lobte Besucherin Gabriela Imbusch.


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