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Neues Austauschprogramm : Schüler schauen über den Tellerrand

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Walther-Lehmkuhl-Schule legte gestern den Grundstein für neue Partnerschaft mit Berufsschule in Dänemark / 50000 Euro aus EU-Programm

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 14:30 Uhr

Neumünster | Ab 2015 werden 30 Schüler der Walther-Lehmkuhl-Schule (WLS) drei Wochen lang Luft in der dänischen Berufsschule „Mercantec“ in Viborg schnuppern und Praktika in dänischen Betrieben absolvieren. Ermöglicht wird die neue Partnerschaft zwischen den Schulen durch das EU-Austauschprogramm „Erasmus+“. Gestern und heute besucht eine dänische Delegation Neumünster, um die WLS und die Stadt zu erkunden sowie Danfoss Power Solutions, das Bahn-Werk und die TEV zu besichtigen.

„Die Technik entwickelt sich rasant. Schüler, die weiterkommen wollen in ihrem Leben, müssen andere europäische Firmen kennenlernen und über den Tellerrand schauen. Viele gefertigten Teile haben schon halb Europa gesehen, wenn sie in einem deutschen Betrieb landen“, betonte Schulleiter Udo Runow. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Erik Sachse und den Lehrern Petra Zölitz und Björn Buchweitz vom EU-Team der WLS führten sie Hanne Meldgaard, internationale Koordination an der „Mercantec“, Lehrer Keld Drongesen und Jesper Kvistgaard vom dänischen Pumpenhersteller Grundfos durch die Schule. „Dänemark ist ein kleines Land. Für die Schüler ist es wichtig, solche Kontakte zu haben, das ist von der Politik auch gewollt“, sagte Hanne Meldgaard. Schulleiter Runow betonte: „Wir sind auf Betriebe, die dänische Schüler aufnehmen, angewiesen.“

Über „Erasmus+“ fließen 50000 Euro für 30 Schüler in zwei Jahren, die drei Wochen nach Dänemark gehen. 28 Länder nehmen an dem Programm teil. „Als Anstalt des öffentlichen Rechts kann die WLS die Mittel eigenständig verwalten“, betonte Sachse. Neben der Partnerschaft zu Schulen in Polen (Koszalin/Köslin und Tarnow/Tarnau) ist es der dritte Austausch. Um den Ausbildungsstand und das betriebliche Einsatzfeld möglichst optimal zu checken, erstellen alle Austausch-Schüler vorher ihr berufliches Profil. Der Besuch in Dänemark im September hat die WLS-Delegation beeindruckt: „An der Mercantec gibt es 22 000 Schüler, wir haben 3000. Da stehen modernste Maschinen, mindestens 50 Fahrzeuge und lasergesteuerte Baumaschinen. Neue Autotypen gehen zuerst an diese Schule, bevor sie in den Verkauf gehen“, erinnert sich Runow.

Wichtig ist beiden Seiten, dass die Schüler nicht nur Fachliches lernen, sondern auch menschlich Kontakte knüpfen. „Das geht ganz fix über Facebook“, sagt Sachse. Eine Woche wird an der Schule gelernt, zwei Wochen sind für Betriebspraktika vorgesehen. Es wird aber auch Fußball gespielt, landestypisch gekocht und gebowlt. „Unser Ziel ist es, dass unsere Schüler Europäer werden“, sagt Sachse.

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