Gemeinschaftsschule Faldera : Schüler rockten die Mensa

Marvin Gödicke (links) und Christian Herzberg spielten eine Coverversion von „Black Chandelier“.
Marvin Gödicke (links) und Christian Herzberg spielten eine Coverversion von „Black Chandelier“.

Die Gemeinschaftsschule Faldera begeisterte bei ihrem ersten Oberstufen-Musikabend das Publikum.

shz.de von
09. Juli 2015, 17:00 Uhr

Neumünster | 25 Oberstufenschüler der Gemeinschaftsschule Faldera (Gefa) haben sich derzeit für das Ästhetische Profil ihrer Schule entschieden. Zu ihren Hauptfächern gehören Kunst, Darstellendes Spiel und Musik. Letztere Disziplin scheint den Elft- und Zwölftklässlern besonders am Herzen zu liegen. Am Dienstag veranstalteten sie erstmals einen Oberstufen-Musikabend und verpassten ihm einen originellen Namen: O.M.A.

Der Titel war auf ironische Weise irreführend, denn mit Schlagern und rührseliger Volksmusik hatte das Programm so gar nichts gemein. Rocksongs, wie „Seven Nation Army“ wurden auf der Bühne der Mensa ebenso präsentiert wie die Ballade „The Rose“ oder das Anti-Apartheitslied „Senzenina“.

„Bei der Programmgestaltung haben wir großen Wert auf Vielfalt gelegt“, sagte Janne Baldauf. Als ihr Musiklehrer Ingo Schlünzen vor acht Wochen die Idee aufbrachte, war die Zwölftklässlerin sofort Feuer und Flamme. Sie scharte ein Organisationsteam um sich, und man begann mit dem Casting. Es hatten sich sofort sehr viele ambitionierte Musiker bereit erklärt, Beiträge beizusteuern. „Damit alle Freiwilligen die Möglichkeit bekamen, auf der Bühne zu stehen, haben wir die Lieder auf eins, höchstens zwei pro Musiker beschränkt“, sagte Janne Baldauf.

Proben setzten die Schüler eigenständig in den Pausen und Freistunden an, die Lehrer sorgten am Schluss „für den Feinschliff“.

Sechs Wochen vergingen von der ersten Planung bis zum Konzert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Unter dem tosenden Applaus der 150 Gäste, die trotz schwüler Hitze den Weg in die Schule gefunden hatten, wurden während des zweistündigen Musikabends insgesamt 17 Lieder gespielt und gesungen.

Besonders großen Applaus erntete die Schülerband „Still No Name“. Obwohl ihre Gründung gerade einmal vier Monate zurückliegt, spielte die Band neben Coversongs bereits ein eigenes Stück. „Als wir mit der Planung begannen, waren wir nicht sicher, ob genug Leute mitmachen würden und ob es Menschen gibt, die uns hören wollen“, verriet Janne Baldauf. Strahlende Gesichter auf und vor der Bühne hatten die anfänglich Skepsis am Dienstagabend längst vergessen lassen.

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