Neumünster : Schüler raus – Handwerker rein

Malergesellin Swantje Hempe streicht die Wände in den frisch renovierten Biologieklassen der Alexander-von Humboldt-Schule.
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Malergesellin Swantje Hempe streicht die Wände in den frisch renovierten Biologieklassen der Alexander-von Humboldt-Schule.

Die Stadt investiert 2,7 Millionen Euro in die Schulsanierung während der Ferien. Ein Schwerpunkt liegt beim Brandschutz .

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20. Juli 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Alle Sommer wieder dasselbe Spiel an Neumünsters Schulen: Kaum haben die letzten Schüler zum Start der großen Ferien die Klassen verlassen, rücken auch schon die Handwerker an: Rund 2,68 Millionen Euro gibt die Stadt in diesem Sommer aus, um Neumünsters Schulen wieder auf den Stand zu bringen.

Noch knapp fünf Wochen bis zum Schulstart am 20. August, bleiben den Firmen, um notwendige Reparaturen, Umbauten oder größere Erweiterungen zu erledigen, ohne dabei den laufenden Schulbetrieb zu stören.

Berthold Heitker, der als Architekt in Diensten der Stadt die Arbeiten koordiniert, glaubt, dass sie das auch diesmal im Großen und Ganzen wieder schaffen. Eventuelle Restarbeiten werden zur Not in die Herbstferien verschoben. Mit Ausnahme der Alexander-von-Humboldt-Schule (AHS) sei das aber an keiner Schule geplant, versichert Heitker.

Dabei sieht es in vielen Neumünsteraner Schulen derzeit überhaupt nicht danach aus, als wollten die Handwerker jemals wieder abrücken: An der AHS etwa ist derzeit der komplette Biologie-Trakt mit sechs Klassenräumen bis auf die Betonwände entkernt. Die Klassen werden von Grund auf saniert, die Laboreinrichtungen ausgetauscht, sämtliche Versorgungsleitungen wie Gas- und Stromanschlüsse sowie Datenkabel ersetzt.

Damit die Handwerker zügig vorankommen, beauftragt die Stadt bereits seit einigen Jahren eine Fachfirma mit so genannten „Bauzwischenreinigungen“. „Sind die Flure und Räume von störendem Bauschutt befreit, geht es flotter voran“, erklärt Heitker. Das rechne sich für alle Beteiligten.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt in diesem Sommer neben der energetischen Sanierung beim Brandschutz: So werden in der Gartenstadtschule, der Wilhelm- Tanck-Schule und der Theodor-Litt-Schule (TLS) auf Drängen der Feuerwehr zusätzliche Fluchttreppen installiert. In der TLS wird darüber hinaus das hausinterne Alarmierungssystem komplett neu verlegt. Kosten der Sicherungsmaßnahmen: rund 208 000 Euro.

Die Containerklassen an der AHS, die in der Vergangenheit den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule abfedern sollten, ziehen innerhalb der Stadt um: Sechs Klassen sollen helfen, die Raumnot an der Elly-Heuss-Knapp-Schule an der Bachstraße zu lindern, jeweils drei Klassen werden zur Timm-Kröger-Schule, zur Grundschule an der Schwale und zur Kita Bollbrücke verlegt, um dort Raumnotstände während der Erweiterungen aufzufangen.

Sämtlichen Bauaufträge für die Grundschule an der Schwale, die Timm-Kröger-Schule und die Kita in Einfeld sind inzwischen vergeben. Das sei wichtig, um die Kosten nicht unnötig weiter in die Höhe zu treiben, sagt Heitker.

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