Kinder auf Fotopirsch : Schüler nahmen Einfeld unter die Lupe

Johanna Brundert (9, vorne von links), Anna Radestock (9), Luca Hellstern (9), Hannah Himstedt (19) und Larissa Dunker (10) zeigten Stadtteilvorsteher Sven Radestock (rechts) und Hans-Joachim Genz, was ihnen an Einfeld gefällt.
Johanna Brundert (9, vorne von links), Anna Radestock (9), Luca Hellstern (9), Hannah Himstedt (19) und Larissa Dunker (10) zeigten Stadtteilvorsteher Sven Radestock (rechts) und Hans-Joachim Genz, was ihnen an Einfeld gefällt.

Die Kamera-Aktion „Ich sehe was, was du nicht siehst“ beeindruckt auch die Politik.

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04. Juli 2014, 08:00 Uhr

Wie sehen junge Kinderaugen ihren Stadtteil durch die Kameralinse? Nicht nur Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock war gespannt und dann begeistert vom Ergebnis der Aktion „Ich sehe was, was du nicht siehst“.

Die Idee dazu hatte Hans-Joachim Genz, der die Internetseite www.nms-einfeld.de betreibt. Genz suchte und fand Sponsoren für das Projekt und kaufte mit den eingeworbenen 1000 Euro 32 Digitalkameras. Mit den Kameras und einem Notizblock bewaffnet gingen die Klassen 3 a und b, die 5 c sowie die 6 a und b der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld auf Fotopirsch.

Dabei lichteten sie die schönen und nicht so schönen Seiten Einfelds ab. „Ihr habt damit die Kameralinse in Wunden gelegt, aber nicht nur gemeckert, sondern tolle Verbesserungsvorschläge gemacht“, lobte Radestock.

Ein Vorschlag lautet, die Hans-Böckler-Allee zur Spielstraße zu machen, ein anderer die Papierkörbe in Einfeld zu säubern oder zu erneuern – „weil sie vollgeklebt und eklig sind“. Klar, dass die Eisdielen, die meisten Spielplätze und die Skaterbahn in Einfeld Pluspunkte bekamen. Der verschmutzte Park am Fuhrkamp kam bei den Schülern dagegen nicht so gut an.

„Wir sind dankbar für eure Hinweise. Mülleimer sollten nicht nur geleert, sondern auch mal gereinigt werden“, sagte der stellvertretende Stadtpräsident Bernd Delfs, als die Schüler gestern in der Mehrzweckhalle der Schule ihre Fotowände vorstellten. Nur in einem Punkt musste er den Elan der jungen Stadtplaner etwas bremsen: „McDonald’s werden wir als Politiker nicht nach Einfeld holen können.“

Als Belohnung für die fleißige Arbeit darf sich jede Klasse über 100 Euro für die Klassenkasse freuen. Die Fotowände sollen beim Einfelder Seefest am 6. September aufgestellt werden. Außerdem ist noch eine Ausstellung in den Räumen der Bordesholmer Sparkasse geplant.

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