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Boostedt : Schüler mit Pistole: „Das hat Konsequenzen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der 14-Jährige, der mit der Gaspistole an der Boostedter Schule feuerte, wurde wegen eines Streits schon Ende Januar angezeigt.

Boostedt | Über den 14-jährigen Schüler, der am Freitag an der Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt aus einer Gaspistole geschossen hatte, beriet gestern die Klassenkonferenz. Der Jugendliche war bereits Ende Januar wegen einer anderen Sache angezeigt worden.

Mit Schulleiterin Dagmar Drummen, der Schüler- und Elternvertretung gab es gestern eine Zusammenkunft. Die Konferenz habe aus dem Vorfall Konsequenzen gezogen, so Drummen. Was den Schüler konkret erwartet, konnte die Rektorin noch nicht öffentlich bekannt geben, da zunächst der Schüler und seine Eltern offiziell informiert werden müssen. „Wir sind zu einem angemessenen Ergebnis gekommen“, sagte sie.

Der Achtklässler ist bereits vor Kurzem polizeilich in Erscheinung getreten. Am Donnerstag, 25. Januar, hat ein Mitschüler um 7.15 Uhr bei der Polizei gegen ihn Anzeige erstattet. Dabei geht es um Beleidigung und Körperverletzung. Offenbar sind die beiden Jungen an der Schule in Streit geraten; es gab Prügel. Das teilte der Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg, Nico Möller, auf Anfrage mit.

Die Schulleiterin erklärte, dass in der Konferenz beschlossen wurde, die folgenreiche Prügelei nicht in die Beurteilung des Fehlverhaltens am Freitag einzubeziehen. „Das sind zwei völlig unterschiedliche Situationen gewesen. Für beide Vorfälle gab beziehungsweise gibt es angemessene Konsequenzen.“

Um auf die Gefahr von Pfefferspray, das auch schon einmal an der Schule benutzt wurde, hinzuweisen, hat die Schule Informationsschreiben verteilt mit der dringenden Bitte an die Eltern, ihren Kindern kein Reizgas mehr in die Schule mitzugeben. Außerdem weist die Schule in dem Schreiben darauf hin, „dass Waffen oder gefährliche Gegenstände nicht in die Schule mitgenommen werden dürfen“.

Der Polizeisprecher bestätigte weiterhin, dass bei dem Schuss aus der Gaswaffe am Freitag zwar niemand zu Schaden gekommen ist, die Anzeige wegen Körperverletzung dennoch wegen Fahrlässigkeit bestehe. 

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