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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 12:18 Uhr

Theater : Schüler mimten 70 verschiedene Typen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Waldorfschule wurde „Currywurst mit Pommes“ gegeben. Studien an einem Imbiss-Stand gelangen den Schauspielern außerordentlich gut.

von
erstellt am 17.Nov.2014 | 08:30 Uhr

Neumünster | Einen sehr amüsanten Theaterabend bereitete die zwölfte Klasse der Freien Waldorfschule am Freitagabend den Besuchern des voll besetzten Theatersaals. Das kurzweilige Stück „Currywurst mit Pommes“ beleuchtete in über 50 Minimalszenen satirisch die europäische Gesellschaft.

„Wir stellen das normale Leben dar, nur übertrieben“, fasste der Schüler Jon Sander zusammen. Vergnügt beobachteten die Zuschauer etwa 70 Figuren, die eine Imbissbude an einer deutschen Autobahnraststätte passierten und von deren Besitzerin Penny mit bodenständiger Herzlichkeit bedient oder stirnrunzelnd beobachtet wurden. Den frisch agierenden Schülern gelang es durchweg, auf charmant-komische Weise die Zuschauer prompt in die kurzen Szenen eintauchen zu lassen und die Aufmerksamkeit zu halten. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass jeder Jugendliche in mehrere Rollen schlüpfen musste. „Die Herausforderung des Stücks lag darin, jedem Einzelnen genug Material in die Hand zu geben, um seine Rolle differenziert spielen zu können“, erklärte Regisseurin Christiane Johrden. Die Pädagogin fügte hinzu: „Mir war es wichtig, dass die Schüler ihre Figuren ernst nehmen, sonst wäre eine Klamotte dabei herausgekommen. Die Komik entsteht aus der Authentizität, aus der Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler ihre Figuren annehmen.“

Jon Sander übernahm sechs Rollen und erläuterte: „Ich habe mich für meine Rollen 13 Mal umgezogen! Der Trick ist, durch eine bestimmte Körperhaltung oder einen Akzent schnell in die Rolle zu kommen. Den Lkw-Fahrer habe ich am liebsten gespielt. Mir hat es unheimlich Spaß gemacht, und die Aufführung macht noch mehr Spaß als die Proben.“ Die Proben begannen kurz nach den Sommerferien. „Aber in den letzten drei Wochen haben wir täglich nach dem Unterricht geübt“, meinte Morgana Kurowski. „Meine Tochter kam in letzter Zeit immer erst abends aus der Schule wegen der Proben“, sagte die Zuschauerin Gesche Zielke, Mutter der Zwölftklässlerin Tale. „Aber es hat sich gelohnt: Ich finde, die machen das allesamt richtig gut.“

Für das leibliche Wohl wurde in der Pause aufs Beste gesorgt – neben Kuchen und Snacks gab es natürlich auch Currywurst mit Pommes.



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