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Holsteinischer Courier

22. September 2017 | 18:58 Uhr

Wasbek : Schüler lernen im Wald

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am zweiten Tag der Waldjugendspiele tobten gestern 100 Kinder aus Neumünster durch den Ricklinger Forst.

Rickling | Welche Tiere fressen Insekten? Und wie heißt eigentlich dieser Baum? Diese und viele weitere Fragen wurden gestern im Ricklinger Forst von den Fachleuten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beantwortet. Denn dort finden zurzeit wieder die landesweiten Jugendwaldspiele statt.

Mehr als 100 Kinder der vierten Klassen aus der Vicelinschule und der Grundschule Wittorf in Neumünster erhielten so einen ganz besonderen Unterricht. Denn auf der zweistündigen Tour mussten nicht nur Fragen beantwortet werden. So mancher hatte dabei auch sein ganz eigenes Naturerlebnis. „Ich habe einen Rehbock und eine Blindschleiche gesehen. Erst hat mich die Schlange erschreckt. Aber dann habe ich sie sogar angefasst“, berichtete Aylan (10) noch ganz aufgeregt.

Viel Lob erntete die Veranstaltung auch aus der Lehrerschaft. „Das ist immer ein toller Tag. Gut ist auch, dass die Schüler nicht mit ihren Lehrern, sondern mit den Helfern losziehen. Denn ohne Lehrer zu lernen, ist noch einmal eine ganz andere Erfahrung“, erklärte Annegret Detlefsen, die an der Wittorfer Schule unterrichtet.

Die Waldjugendspiele werden mit der Unterstützung der Landesforsten bereits seit 45 Jahren von der Schutzgemeinschaft organisiert. „Ausfallen mussten sie in all den Jahren nur einmal. Da hat uns ein Sturm einen Strich durch die Rechnung gemacht hat“, berichtete die Ricklinger Revierförsterin Heide Anders-Schnipkoweit.
Seit 40 Jahren werden die Spiele auch von Marie-Luise Peters unterstützt, deren Busunternehmen den Transport der Kinder übernimmt. Hierfür erhielt die Seniorchefin vom Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft, Stefan Kommoß, einen dicken Blumenstrauß als Dankeschön.

Geschenke konnten auch die Kinder mitnehmen. Denn für jeden der kleinen Teilnehmer hielten die Organisatoren eine Eintrittskarte für den Erlebniswald in Trappenkamp sowie einen Setzling der Rotbuche bereit. „Wir wollen die Freude der Kinder am Wald fördern, denn nur, was man liebt, das schützt man“, erklärte Heide Anders-Schnipkoweit.  

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