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Thema Sucht : Schüler gehen den Gefahren auf den Grund

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aktivgruppe Droge 70 informierte auf einem interaktiven Parcours beim Jugendverband

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 08:20 Uhr

Neumünster | Die Sucht hat viele Facetten. Nicht nur Alkohol und Drogen können in die Abhängigkeit führen, sondern auch das Mobiltelefon. Um auf die Gefahren von Suchtmitteln aufmerksam zu machen, hatte gestern Andreas Leimbach, Jugendschutzbeauftragter bei der Stadt, die Aktivgruppe Droge 70 eingeladen.

Mit seinem interaktiven Parcours besuchte Joachim Teipel, Leiter der Droge 70, in dieser Woche die Geschäftsstelle des Jugendverbandes an der Boostedter Straße 3. Etwa 350 Schüler von mehreren Schulen nahmen das Angebot zusammen mit den Lehrern an – darunter auch die Klasse 9b der Gemeinschaftsschule Faldera.

„Der Parcours hat fünf Stationen, die sich mit verschiedenen Suchtmitteln beschäftigen“, erklärt Teipel.

Dabei standen Nikotin, Shisha, Glücksspiel und Alkohol im Fokus. An diesen Stationen wurden Gefahren, Suchtpotential und Hilfsmöglichkeiten für Abhängige thematisiert. Außerdem wurde ein Gesprächskreis aufgebaut. „Hier sollen die Schüler eine Geschichte erfinden. Im Zentrum steht dabei ein alkoholinduziertes Problem. Die Schüler sollen dann Lösungen erarbeiten“, erklärte Teipel. Der Parcours ist auf das Alter der Schüler abgestimmt. „Die sind alle zwischen 14 und 16 Jahre alt. Da gibt schon den ersten Kontakt mit Suchtmitteln“, sagte Klassenlehrerin Janine Lindner. Da die Schüler das Thema Abhängigkeit schon aufgegriffen hatten, freuten sie sich über dieses weitere realitätsnahe Angebot. „Die Schüler sollen hier nicht nur reden und zuhören, sondern auch aktiv werden“, so Teipel. So sollten die Teilnehmer auch selber über ihre Erfahrungen berichten.

„Ich habe schon einmal Bier probiert. Das schmeckte mir nicht“, sagte Lena (14). Auch andere hatten schon mal Alkohol probiert oder eine Shisha geraucht.

„Hier wollen wir ansetzen und sensibilisieren. Der bewusste Umgang mit legalen Drogen ist wichtig“, sagt Teipel. Seiner Erfahrung nach würden Freunde die Jugendlichen eher bestärken, von Suchtmitteln wegzubleiben – eines der wichtigsten Ziele des Parcours.

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