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Technik-Akademie : Schüler bauen ein fliegendes Auge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Immanuel-Kant-Schule nimmt zum zweiten Mal an dem Projekt teil. Sechs Jungs sind mit Feuereifer dabei.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Irgendetwas stimmt mit dem hinteren Antrieb noch nicht. Die Propeller drehen, aber das Gefährt will nicht so recht vom Boden abheben. „Da müssen wir noch mal ran“, sagt Dr. Ratje Reimers. Die sechs Jungs um ihn herum nicken eifrig, dann flitzen sie im Technik-Raum der Immanuel-Kant-Schule wieder an die Computer, um zu programmieren. Einmal in der Woche kommt die Gruppe derzeit mit dem pensionierten Informatiklehrer zusammen, um einen flugfähigen Hexacopter mit integrierter Kamera zu bauen, ein sogenanntes fliegendes Auge. Zum zweiten Mal nimmt das Gymnasium damit als eine von acht Schulen im Land an der Schüler-Technik-Akademie „Lütt-Ing“ des Bildungsministeriums Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Technischen Akademie Nord, Nordmetall und der Professor-Werner-Petersen-Stiftung teil.

5000 Euro für das Schuljahr gibt es dafür. Im Sommer steht zudem ein Besuch in einem Unternehmen an, für die Kant-Schüler geht es zu Danfoss. „Ziel ist es, Schüler für Technik zu begeistern, ihnen einen praktischen Einblick in Planung, Entwicklung und Fertigung eines Produktes zu geben und damit Nachwuchs für technische Berufe zu begeistern“, sagt die Koordinatorin Sabine Petersen. Die Diplom-Biologin besuchte gestern mit Vertretern der Universität Kiel, der Technischen Akademie Nord sowie des Wissenschaftsministeriums das Team, um sich einen Zwischenbericht geben zu lassen. „Es war gar nicht so einfach, Schüler für das Projekt zu gewinnen, denn die meisten haben wegen des verkürzten Abiturs viel zu lernen oder andere Hobbys“, machte Ratje Reimers deutlich. Mit Lasse Kock und Henryk Cassee (beide 6. Klasse), Tobias Krahe (8. Klasse), Alexander Seidel (9. Klasse), Jakob Jacobsen und Paul Lojewski (beide 10. Klasse) hat er nun aber eine Gruppe gefunden, die mit Feuereifer dabei ist. Bis zum Präsentationstag am 1. Juli in der Fachhochschule Kiel wollen die Sieben ihr fliegendes Auge fertig haben. „Ich finde es spannend zu programmieren und will als Wahlpflichtfach auch Physik machen“, erklärte Tobias Krahe (13) seine Motivation. Bereits einen Quadrocopter hat Jakob Jacobsen (15) gekauft. Die Schüler sind zuversichtlich: „Den Antrieb bekommen wir auch noch hin.“

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