Straßenfest : Schnuckentag lockte Besucher ans Moor

 Familie Bartels auf Tour  (von links): Edda Bannach, Hans Jürgen und Edith Bartels sowie Katrin Wollenberg und Tanja Bartels boten auf dem Flohmarkt  Dachboden-Schätze an.
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Familie Bartels auf Tour (von links): Edda Bannach, Hans Jürgen und Edith Bartels sowie Katrin Wollenberg und Tanja Bartels boten auf dem Flohmarkt Dachboden-Schätze an.

In der Straße Am Moor hatten sich wieder alle zusammengetan, um den Gästen viele Informationen und eine Menge Unterhaltung zu bieten

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23. Juni 2014, 07:00 Uhr

Buchstäblich mit Kind und Kegel zog es gestern wieder mehr als 1000 Besucher zum Moorschnuckentag des Vereins Informationszentrum Dosenmoor in die Straße Am Moor nach Einfeld. Gleichzeitig hatten die Anwohner zum zweiten Mal ein Straßenfest mit Kinderprogramm und Flohmarkt organisiert. Rund 50 Stände waren hier aufgebaut, auf denen alles angeboten wurde, was bisher auf dem Dachboden oder im Keller ein Dasein fristete.

Die bunte Vielfalt zwischen Tand und Trödel kam bei den Besuchern so gut an, dass so mancher Bummler nicht nur ein echtes Schnäppchen nach Hause trug, sondern anschließend gleich auch noch an einer Führung ins Moor teilnahm. „Die Stimmung ist super. Nach dem Erfolg im letzten Jahr waren sich alle einig, dass wir das auf jeden Fall wieder machen wollen“, berichtete erfreut Heidi Haupt, eine der Organisatorinnen des Festes.

Neben den Anliegern boten die Kneipp-Kindertagesstätte Villa Kunterbunt sowie der Reitstall Leineweber zahlreiche Aktionen für Kinder an. Vom Basteln über Glücksrad und Kinderschminken war alles dabei. Aber natürlich stand auch das Ponyreiten bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs. Ebenfalls auf großes Interesse stieß die Ausstellung des Einfelder Rassegeflügelzuchtvereins. Hier konnten die Besucher nicht nur Truthähne und ausgefallene Hühnerrassen bewundern, sondern es wurde auch gern ein Blick in die zurzeit vollen Kinderstuben des Geflügels gewährt.

Erfreut über das große Interesse zeigte sich auch Helmut Nickel aus dem Vorstand des Vereins Infozentrum Dosenmoor. „Die Beteiligung an den Moorführungen ist groß, und das Straßenfest ist eine gute Ergänzung zu unserem Programm“, erklärte er. Auf dem Weg durchs Dosenmoor, in dem jetzt wieder eine 1000-köpfige Moorschnuckenherde unter der Obhut des Wanderschäfers John Kimmel für die Landschaftspflege sorgt, musste der versierte Naturbeobachter Nickel viele Fragen beantworten. „Aber das macht wirklich viel Spaß, den Teilnehmern etwas über die Artenvielfalt, die Einzigartigkeit und die ehemalige Bewirtschaftung dieser besonderen Landschaft zu erzählen. Schließlich ist das Moor ja auch ein Teil der Geschichte der Menschen, die hier einmal vom Torfabbau gelebt haben“, erläuterte Nickel.

Im Infozentrum selbst waren zudem auch Fundstücke und Infotafeln aufgebaut. Außerdem wurde eine Diaschau gezeigt. Und wer es ganz genau wissen wollte, hatte Gelegenheit, sich das Moor einmal unter dem Mikroskop anzuschauen.

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