Breitband : Schnelles Netz für Tungendorf

Der lilafarbene Rahmen umfasst das Gebiet, in dem die SWN den Ausbau starten.
Der lilafarbene Rahmen umfasst das Gebiet, in dem die SWN den Ausbau starten.

Im zweiten Quartal starten die Stadtwerke mit den Arbeiten für das Glasfaserkabelnetz. Eine Anschlussquote wird es nicht geben

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10. April 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Nach dem Marsch auf die Dörfer wollen die Stadtwerke (SWN) jetzt auch Neumünster mit dem Glasfasernetz erschließen. Anfang Mai beginnt die Vermarktung in Tungendorf, und bereits im zweiten Quartal starten die Bauarbeiten.

Im Gegensatz zu den ländlichen Gemeinden verzichten die SWN in Tungendorf auf eine Mindest-Anschlussquote für das Turbo-Internet. Auf den Dörfern mussten innerhalb eines Aktionszeitraumes 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag unterschreiben, bevor die Bagger anrollten (der Courier berichtete). „In Tungendorf bauen wir auf jeden Fall, weil wir dort besonders gut vorgearbeitet haben“, sagt Geschäftsführer Matthias Trunk. Bei Bauarbeiten seien in den vergangenen Jahren immer gleich Leerrohre verlegt worden. Außerdem sei die Struktur besonders gut: Das Gebiet habe etwa 5000 Haushalte, der Großteil davon in Einfamilienhäusern.

Bis November soll die Werbeaktion laufen, in der die Tungendorfer zu vergünstigten Konditionen abschließen können. Danach wird man bei den SWN eine Bilanz ziehen und die weiteren Schritte für das übrige Stadtgebiet festlegen. In Neumünster gibt es – anders als auf den meisten Dörfern – Konkurrenten für das schnelle Internet (Kabel Deutschland, Telekom). Das könnte die Anschlussquote verschlechtern.

Die Stadtwerke sind Marktführer beim Ausbau der Breitbandnetze in der Region. 43 Gemeinden im Umland mit mehr als 6500 Kunden sind schon per Glasfaserkabel an das Turbo-Internet mit einer Übertragungsrate von bis zu 100 Mbit angeschlossen. Außerdem haben die SWN mehrere Ausschreibungen in den Kreisen Segeberg (23 Gemeinden) und Steinburg (60) gewonnen.

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