zur Navigation springen

Wasbek : Schneckenkorn gefressen: Emma überlebte knapp

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwergschnauzerhündin wurde rechtzeitig behandelt und überlebte eine Vergiftung.

Wasbek | Schneckenkorn kann tödlich für Hunde sein, und das in kürzester Zeit. In der Wasbeker Tierklinik gab es in diesem Jahr schon drei Fälle von Hunden, sie sich mit dem Korn vergiftet hatten. Um Haaresbreite entging die dreijährige Zwergschnauzerhündin Emma einem qualvollen Vergiftungstod. Frauchen und Herrchen aus Rickling waren restlos glücklich, als sie ihre Hundedame nach einer Behandlungsnacht wieder in die Arme und mit nach Hause nehmen konnten.

Nach einem Spaziergang hatte sich bei der Hündin plötzlich erhöhter Speichelfluss, Durchfall, Krämpfe und hohes Fieber eingestellt. Diese Symptome einer Vergiftung konnten die Hundehalter glücklicherweise richtig einschätzen. Sie fuhren auf dem direkten Weg nach Wasbek in die Kleintierklinik von Dr. Johannes Frahm. Dort angekommen, zeigte die Zwergschnauzer-Hündin schon keine Reaktionen mehr. „Sie musste reanimiert und der Magen ausgepumpt werden. Nur innerhalb von 30 bis maximal 60 Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmittel, Magenspülungen oder Abführmittel verhindert werden. Danach kommt meistens jede Hilfe zu spät“, sagt Tierärztin Dr. Martina Hör.

Dafür verantwortlich war in diesem Fall das Schneckenkorn, mit dem zum Beispiel Gartenliebhaber den Schnecken zu Leibe rücken, die gerade jetzt zu dieser Jahreszeit ihre Blumen oder Gemüsepflanzen anknabbern. „Emma ist bereits der dritte Hund in diesem Jahr, der von uns wegen einer Vergiftung durch das Schneckenkorn behandelt wurde“, berichtete die Tierärztin. Im Gegensatz zu den Katzen mögen Hunde den süßlichen Geschmack der chemischen Keule. Das im Schneckenkorn enthaltene Metaldehyd ist ein Nervengift, das auch über den bloßen Kontakt vom Hund aufgenommen werden kann, wenn er sich nach dem Gassigehen die Pfoten leckt und dabei eingetretene Schneckenkörner aufnimmt. Die tödliche Dosis für einen Hund beträgt lediglich 25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. „In Verdachtsfällen muss das Tier sofort zum Tierarzt. Ist der nächste Arzt oder die Tierklinik zu weit entfernt, der Hund aber noch bei Bewusstsein, sollten die Besitzer alles unternehmen damit das Tier erbricht“, rät Dr. Martina Hör. Gartenfreunde und Hobbygärtner sollten ihrer Meinung nach lieber Schneckenkorn ohne das Nervengift verwenden.









Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen