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Daldorf : Schlittenhunde rannten im Sonnenschein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schönstes Wetter begleitete das traditionelle Schlittenhunderennen im Erlebniswald Trappenkamp.

Der fehlende Schnee stört die Musher, wie die Fahrer der Schlittenhunderennen genannt werden, ebenso wenig wie die Hunde und die Zuschauer. Das traditionelle Schlittenhunderennen im Oktober im Erlebniswald Trappenkamp war wieder einmal ein großer Erfolg. Für viele der über 80 Starter, die ihr Biwak mit ihren Hunden im großen Fahrerlager am Daldorfer Tor aufgeschlagen hatten, ist dieses Rennen ein willkommener Saisonauftakt.

Nicht nur Schlittenhundefreunde aus Schleswig-Holstein, sondern auch aus Hamburg, Niedersachsen und Dänemark zieht es inzwischen jedes Jahr im Oktober in den Erlebniswald, um beim großen Herbstrennen des Schlittenhunde-Sportvereins Nord (SSV) dabei zu sein. „Das liegt wohl an der besonderen Atmosphäre im Erlebniswald“, meinten Levke Erichsen und Bernd Fedder vom SSV, die mit ihren acht Siberian Huskys zu den Stammgästen des Rennens zählen. Außerdem feiert der SSV in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Etwa 3000 Besucher schnupperten an den beiden Renntagen einmal in das Leben mit den Schlittenhunden hinein.

Gestartet wurde mangels Schnee als Läufer hinter den Hunden, mit dem Rad oder mit eigens für das Training und schneelose Renntage konstruierten Rollwagen. Allein das Wetter war mit über 15 Grad im Schatten fast zu warm für die Schlittenhunde. „Daher wurden aus Rücksicht auf die Hunde die Rennstrecken verkürzt“, erklärte Levke Erichsen. Unvergessliche Renntage und Nächte im Schnee mit den Siberian Huskys, Samojeden, Grönlandhunden oder Alaskan Malamut, dafür müssten die Fahrer in Deutschland schon auf Schnee bei Rennen wie der Trans-Thüringia im Februar hoffen, meinten Levke Erichsen und Bernd Fedder. Doch auch ohne Schnee sei das Leben und Fahren mit den Schlittenhunden einfach faszinierend. Das Zusammenspiel mit der Hundemeute im Geschirr lasse einen kaum wieder los, wenn die Liebe und Begeisterung einmal geweckt seien.

Dass die Begeisterung gleichermaßen für Groß und Klein gilt, zeigten die Kinder der Musher am Sonntagnachmittag nach den Rennen der Erwachsenen beim traditionellen Kinderrennen. Auf dem einen Kilometer langen Kurs durch den in goldenen Herbstfarben leuchtenden Erlebniswald zeigte der Nachwuchs, wie aufregend und spannend das Leben mit den Schlittenhunden sein kann.

Jessy Maack (12) aus Jesteburg bei Hamburg gehörte zu den Teilnehmern, die sich über eine Platzierung freuen konnten. Als jüngste Starterin im Hauptfeld war die Schülerin mit dem Malamutrüden Chugach’s Warapu im S-Scooter-Rennen (Rollwagen) angetreten und erhielt für den elften Platz ein besonderes Lob von Rennleiter Jens Einolf.

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